Geistig und körperlich überhitzt? – Shitali!

Eine Katze formt ihre Zunge so, wie wir es von Shitali kennen. Inspiration für mich, Euch noch einmal diese Atemtechnik näher zu bringen.

Irgendwann werden sie ja dann zeitnah vielleicht doch noch kommen …. , die heißen Sommer-Sonnentage. Und dann ist jede Form der Abkühlung willkommen. Im Yoga gibt es eine Atemtechnik, bei der über die Zunge der ganze Körper gekühlt wird: SHITALI. Tschitalie ausgesprochen.


            Abb. aus „Asana, Pranayama, Mudra, Bandha“, Swami Satyananda Saraswati,
                             Yoga PublicationsTrust, Munger, Bihar, India, Seite 386 f.

Aber auch wenn wir zu viel im Kopf sind, aus dem Gedankenkarussell nicht rauskommen: Shitali! Zu viel denken, ist ein Zuviel an Energie: Shitali!

Fieber? – Shitali!

Ein heftiges Wortgefecht gehabt? – Shitali kühlt erhitzte Gemüter!

Hitzewallungen in den Wechseljahren? – Shitali!

Kopfschmerzen? – Shitali!

Wenn Du diese Atemtechnik in Deine regelmäßige Yoga-Praxis integrieren möchtest, praktiziere aus der meditativen Sitzhaltung heraus. Du kannst Shitali aber auch im Alltag aus jeder Position heraus praktizieren. – Am Schreibtisch, im Auto, im Bett, auf der Sonnenliege, im Zug, ….. wo auch immer.

–  Öffne leicht den Mund
–  Strecke die Zunge raus, bis diese circa 2 cm über die Lippen ragt
–  Rolle die Zunge, bis eine u-förmige Rinne entsteht
(Seitenränder der Zunge stehen hoch)
–  Ziehe den EA langsam und tief über die Zunge, ein Zischlaut ist hörbar
=> Zunge und Gaumen werden kühl
–  Nimm die Atempause am Ende der EA wahr
–  Zieh die Zunge wieder ein und schließe den Mund
–  Senke den Kopf etwas
–  Atme durch die Nase ganz achtsam aus
–  Nimm die natürliche Atempause am Ende der AA wahr.

10 Runden am Anfang. Bis zu 50 Wiederholungen.
Verlängere die Atemzüge!

Wirkungen:
–  kühlt den Körper
–  macht den Kopf klar und frei
–  ENTspannt
–  beruhigt
–  soll Hitzewallungen in den Wechseljahren mildern
–  soll Kopfschmerzen lindern
–  soll bei Fieber helfen
–  soll Heisshunger reduzieren

„Wichtige Hirnzentren, die mit naturgemäßen Trieben oder Instinkten und der Temperaturregelung in Verbindung stehen, werden beeinflusst. Mentale und emotionale Erregungen kommen zur Ruhe, was einen freien Pranafluss im ganzen Körper fördert. Muskeln entspannen sich, mentale Gelassenheit breitet sich aus und ein gesunder Schlaf wird gefördert, wenn die Übung vor dem Schlafengehen ausgeführt wird. Hunger und Durst können unter Kontrolle gehalten werden, und es wächst ein Gefühl von Zufriedenheit. Bluthochdruck und Magenübersäuerung werden gelindert.“ *

Nicht praktizieren bei:
–  niedrigem Blutdruck
–  Asthma
–  Bronchitis
–  bei Herzproblemen kein Atemanhalten!
–  im Winter

Genetisch bedingt können übrigens 1/3 der Menschen die Zunge nicht zu einer Rinne formen. Auch kein Problem. Einfach die Lippen etwas spitzer formen, dann formt die Zunge sich leicht mit.

Dann kann er nun also jetzt kommen, der späte Sommer. 🙂

Kühlende Herzensgrüße. 💜
Eure Ute

* Quelle: „Asana, Pranayama, Mudra, Bandha“, Swami Satyananda Saraswati,
                         Yoga PublicationsTrust, Munger, Bihar, India, Seite 386 f.

Mudras/Fingerhaltungen in der Meditation

Wenn wir uns in der meditativen Sitzhaltung einrichten, also auf die folgende Meditation vorbereiten, dann sitzen wir erhöht, für eine bessere Aufrichtung und, um diese Aufrichtung lange beibehalten zu können. Wir haben das Brustbein angehoben, der Scheitelpunkt des Kopfes strebt zur Decke und wir formen unsere Finger zu einem Mudra.  –  Entweder zum JNANA-Mudra oder zum CHIN-Mudra. Das sind die beiden geläufigsten Fingerhaltungen in der Meditation.

Jnana heisst Weisheit, Wissen – Chin Bewusstsein.

Beide Mudras oder Fingerhaltungen werden so ausgeführt, dass der Zeigefinger zur Daumenwurzel hin eingerollt wird und die anderen drei Finger ganz entspannt gestreckt sind.

Beim JNANA-Mudra liegen die Handinnenflächen auf den Oberschenkeln/Knien, etwas oberhalb der Knie:

Beim CHIN-Mudra liegen die Handrücken auf den Oberschenkeln/Knien auf:

Jede(r) Meditierende nimmt die eine oder andere dieser Fingerhaltungen meist intuitiv ein. Näher betrachtet – und vor allem mal hingespürt –  ist beim CHIN-Mudra der Brustraum geöffneter. Die Schultern öffnen sich nach hinten unten. Die Körperhaltung signalisiert mehr Öffnung, Empfangsbereitschaft.

Bei diesen Fingerhaltungen handelt es sich um Verschlüsse. – Energiekreise werden geschlossen. Einmal durch die Berührung Zeigefinger Daumenwurzel und einmal durch die Fingerkuppen, die über eine Hauptenergiebahn an den Innenoberschenkeln einen weiteren Energiekreis bilden.  Nervenbahnen werden ‚kontaktiert‘  und die Meditation wird durch diese Verschlüsse, durch das Herstellen von Energiekreisen, kraftvoller. – Die Konzentration wird verstärkt. – Die Versenkung soll intensiviert werden. – Gelassenheit, innerer Frieden und Harmonie werden gefördert.

In unseren Fingerkuppen enden zahllose Nervenbahnen. 72.000 Nervenbahnen durchziehen unseren Körper. Nervenbahnen sind Energiekanäle. Und die Nervenendungen senden Energie. Durch die vorgenannten Fingerhaltungen kommt es zu Energiekreisläufen. Energie kann den Körper nicht verlassen, wird zurückgeführt und verbleibt so im Körper.
Dadurch, dass die Finger auf den Knien, an den Innenoberschenkeln etwas oberhalb der Knie liegen, wird auch hier wieder ein Kreislauf gebildet. Energie verbleibt im Körper.

Der Zeigefinger steht für das individuelle Bewusstsein, der Daumen für das kosmische Bewusstsein. Wir beugen also unser individuelles Bewusstsein dem ‚großen Ganzen‘, der Schöpfungskraft, dem Göttlichen, dem Universum.

Ach ja, wenn Ihr Euch eingerichtet habt zur Meditation, dann geht mit der Aufmerksamkeit doch noch einmal zu den Fingern, zu Eurem Finger-Mudra. Und vielleicht nehmt Ihr ganz bewusst Spannung aus der Fingerhaltung. Eine leichte Berührung der Finger reicht aus …. .

Heute war und ist  . . .  W E L T M E D I T A T I O N S T A G !  🎉
Happy Gleichklang!  💫
Herzensgrüße  💜
Eure Ute

Der Beckenboden – Power & Gesundheit aus der Körpermitte

Auf die Meditations-Challenge „Gleichklang“ – und parallel zur Fortsetzung derselben – folgt das zukünftige Hauptthema für Euch als GANDIVA YOGA Mitglieder:

Beckenboden-Training!

Und das für die nächsten 8 Wochen, bis Mitte Juli. Ich gehe davon aus, dass wir uns schon früher hier wieder live zu den Kursen sehen, dann läuft das Thema Beckenboden-Training für Euch quasi im Hintergrund – parallel zu den Live-Kursen im Vordergrund – weiter.

Die Männer sollten jetzt trotzdem, also obwohl einige meinen könnten, Beckenboden-Training wäre reine Frauensache, bitte weiterlesen.
Denn der Beckenboden kann natürlich auch zur Männersache werden!

Besagte Muskelplatte(n) kann elementarer Schlüssel zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden sein. Die meisten Menschen kommen leider erst dann in Kontakt mit ihrem Beckenboden, wenn bereits gesundheitliche Beeinträchtigungen vorliegen.

In den geplanten Videos, die wie gewohnt über YouTube zum Abruf stehen werden, mache ich Euch erst einmal mit dem unbekannten Wesen Beckenboden vertraut. Dazu beginnen wir mit einem Theorieteil. Ich verspreche, diesen in kleinen Häppchen aufzubereiten. 😉 😃

Die Entdeckungsreise beschäftigt sich zum Beispiel mit folgenden Fragen: Wie ist der Beckenboden aufgebaut?
Welchen Sinn hat diese Muskelplatte?
Wie erspüre ich diesen Körperteil?
Und wie bewege ich den Beckenboden am effektivsten?

Beckenbeweglichkeit ist übrigens auch eine Voraussetzung für eine gesunde Wirbelsäule. Das Becken führt unsere Bewegungen und ist entscheidend für unsere Haltung. Nicht selten bessern sich Rücken-, Knie- und Hüftprobleme durch Beckenboden-Training. Wir stehen anders, wir gehen anders.

Durch Mobilisierung, Kräftigung und Dehnung kann es zu einer deutlichen Verbesserung von Beschwerden kommen, bzw. wird bei gesunden Menschen Beschwerden gezielt vorgebeugt.

Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe. Um kleine, einfache Übungen, die bequem in unsere täglichen Alltagstätigkeiten eingebaut werden können.
Am Ende des Beckenboden-Trainings geht es zusätzlich darum, den Beckenboden in bekannte Yoga-Haltungen zu integrieren und somit eine ganz neue Qualität, Stabilität in den Asanas (= Körperhaltungen) zu erfahren.

Feedback einer Teilnehmerin:

„Liebe Ute,

von Deinem Beckenboden-Workshop hatte ich mir, wie Du weißt, sehr viel versprochen und ich kann nur bestätigen, dass meine Erwartungen noch übertroffen wurden. In kürzester Zeit konnte ich mich wieder (bei der Gartenarbeit) bücken, ohne anschließend tagelang Schmerzen im unteren Rücken zu haben. Auch bei der Kobra habe ich jetzt keine Schmerzen / „Nervenblitze“ mehr in den Beinen usw.

Vielen Dank nochmal und herzliche Grüße

Andrea A. aus Heinsberg

In kleinen Kursen mit 6 TeilnehmerInnen liegen die Workshop-Kosten zu diesem Thema regulär bei 150 €, im Einzelunterricht bei 280 €.

Für Euch als Mitglieder von GANDIVA YOGA fallen zum monatlichen Beitrag keine weiteren Kosten an. Wer nicht unter diesen Personenkreis fällt, kann dieses Package natürlich auch gerne buchen.
Package-Preis Beckenboden – Inhalte wie oben beschrieben – 120 €. Bitte schriftlich anmelden.

Den ersten Theorieteil als Video erhaltet Ihr am kommenden Wochenende.

Herzensgrüße.  💜
Eure Ute

Die 30 Tages-Meditation „Gleichklang“ geht in die Verlängerung – Aus zarten Fußstapfen werden Wege 😃


🙏    „Dein Geist ist Dein Instrument.
Lerne sein Meister zu sein und nicht sein Sklave.“          
Remez Sasson

 

Ich freue mich so SEHR, dass Ihr die allabendliche, gemeinsame Zeit schon so gut in den Alltag, in Euer Leben, integrieren konntet und jetzt bereits spürt, wie wohltuend es ist, wenn die Gedanken aus dem 5. Gang runterkommen.
Toll und spannend die Erfahrungen, die Ihr mit mir teit.

Anlass für mich, unsere Meditations-Challenge auszuweiten, die gemeinsame wertvolle Zeit unter uns, zwischen uns, zu verlängern, zu verdoppeln.
Am 13. Mai sitzen wir zum letzten Mal in unserer 30-tägigen „Gleichklang“-Meditation.

🌸  Und dann hängen wir noch 30 Tage dran.  🌸

Zwischen dem 14. Mai und dem 12. Juni meditieren wir allabendlich weiterhin von 18:30 Uhr bis 19:45 Uhr.
Sollte der Lockdown vorher ein Ende finden, dann verlegen wir unsere
‚Monkey-mind-Zähmzeit‘ auf morgens.

Bis heute habe ich für Euch im Rahmen der „Gleichklang“-Meditation
1 Einführungs-Video Meditation
7 Videos zu Meditations-Gegenständen und -Techniken
Diverse Newsletter
1 Fresh up Motivations-Video
konzipiert, gedreht, geschrieben.
🙏  Am Samstag erscheint übrigens das 2. Fresh up Meditations-Video.

Bis 12. Juni erscheinen weitere Kurzvideos zum Thema Meditation allgemein, auch Newsletter gehen Euch wieder zu und natürlich motiviere ich Euch auch noch weiter mit Fresh up-Videos, auf jeden Fall an dem Thema Meditation dran zu bleiben. Austausch und Fragen weiterhin ausdrücklich erwünscht.

Für Mitglieder ist dieses Package über den Mitgliederbeitrag abgedeckt. Nicht-Mitglieder können das Package für 35 € buchen.

Die oben beschriebenen Gründe, „Gleichklang“ weiterzuführen, sind jedoch nicht die einzigen. Erinnert Ihr Euch an meine Buchempfehlung …..

In diesem Buch geht es auch darum, dass jede(r) von uns Gewohnheiten und Verhaltensweisen zeigt, die wir liebendgerne abstellen würden. Aber schon nach kurzer Zeit finden wir uns in den alten Mustern wieder! …

Die alten Muster sind wie geteerte Straßen. Alles, was von Geburt an ein gutes Gefühl in uns ausgelöst hat, sorgte für Pfade „das ist gut für mich“ direkt zu unseren Glückhormonen. Gleiches galt für negative Gefühle. Bereits mit dem 7. Lebensjahr sind die Schaltkreise aufgebaut.

Wir können jederzeit neue neuronale Pfade anlegen. Diese Pfade sind gegenüber den geteerten Straßen aber nur zarte Fußtritte. Für den Stromfluss im Gehirn ist es immer einfacher, die geteerten Straßen entlang zu rauschen. Für die zarten neuen Wege braucht es mehr Aufwand. Der Weg ist noch holprig.
Warum kompliziert, wenn’s auch einfach geht?!
Also fallen wir wieder in die alten Muster zurück.

Die Autorin von Die Chemie des Glücks, Dr. Loretta Graziano Breuning, verspricht, dass wir innerhalb von 45 Tagen neue Angewohnheiten ausbilden können, wenn wir nur jeden Tag das neue Verhalten wiederholen. Ohne auch nur einen Tag Pause zu machen.

Das Buch zeigt ganz klar, wie abhängig wir von der Chemie in unserem Körper sind. Wir können uns noch so viel Neues, noch so viele Veränderungen vornehmen, die Hormone bestimmen, was daraus wird.
Mit viel Disziplin können wir es dann trotzdem schaffen: 45 Tage … jeden Tag das gewünschte Verhalten wiederholen … ohne einen Tag Pause .

45 Tage ….. 30 Tage „Gleichklang“ enden am 13. Mai um Mitternacht. Wir hängen noch einmal 30 Tage dran. Und ich wünsche uns ALLEN, dass wir nach 60 Tagen allabendlichen Geistzähmens die Meditation wie Zähneputzen in unser Leben integriert haben. Und aus den zarten Fußstapfen ist ein Weg geworden, auf dem Weg zu einer Straße.

🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀 🍀

Was Euch als GANDIVA YOGA-Mitglied ab Mitte Mai zusätzlich noch Neues und Spannendes erwartet, erfahrt Ihr in den nächsten Tagen. Es ist ein Thema, was ich bisher ausschließlich im Einzelunterricht und in Kleinstgruppen unterrichtet habe.  . . . Und wieder gibt es Videos dazu.  . . .

Herzensgrüße.  💜
Eure Ute

Meditationsgegenstand Mantra – Von der Mantra-Rezitation zur Mantra-Meditation: das PURNA-Mantra, Mantra der Fülle

             

             

Das Purna-Mantra

Worum geht es in diesem Mantra?
Was ist seine Botschaft?

Bei dem Purna-Mantra handelt es sich um eines der bekanntesten  Mantras in der gesamten indischen Kultur.
Purna ist Sanskrit und heißt übersetzt  F Ü L L E.

Was Purna, also Fülle, ausmacht, ist, dass Fülle durch nichts reduziert werden kann. Fülle bleibt immer Fülle. Auch wenn wir etwas wegnehmen von der Fülle, bleibt Fülle.

Das Mantra soll uns daran erinnern, dass wir immer von Fülle umgeben sind, von der Fülle des Lebens. Und die Fülle des Lebens ist nicht zu erschöpfen. Wir sind Teil dieser schier unerschöpflichen Fülle. Das heißt, wir haben schon alles, was wir wirklich brauchen. Durch dieses Mantra sollen wir die Erkenntnis erlangen, die Angst vor Mangel loslassen zu können. Es ist immer Fülle um uns herum, egal, wie schlecht es uns vielleicht gerade geht. Immer ist da Fülle.

Wo steht diese Schönheit? Im Park am Geroweiher

Wir sollen diese Fülle spüren lernen, verinnerlichen und daraus Dankbarkeit und Zufriedenheit entwickeln. – Und auch etwas wie Angstlosigkeit.

Ziel ist es, dass wir fest darauf vertrauen, dass es immer genug von allem, was wir wirklich brauchen, geben wird. – Dass das Leben für uns sorgt.

JETZT ist für mich die beste Zeit im Jahr, sich diesem Thema zu nähern. Wir erleben zurzeit in der Natur jeden Tag mehr Fülle. Das Blütenmeer wächst, das Grün der Bäume wird dichter und dichter. Die Grüntöne werden vielfältiger und frischer. Die Farbpalette wird jeden Tag bunter. Die Sonne zeigt sich öfter und die Wärme ihrer Strahlen nimmt zu.
Über die Natur ist die Fülle am leichtesten wahrzunehmen, ehe wir dann auch in anderen Bereichen des Lebens Fülle entdecken, Fülle spüren.

Und in einer Zeit, wie jetzt der von Corona geprägten, in der wir uns oft voll des Mangels fühlen, kann dieses Mantra uns fühlen lassen, dass wir immer auch von Fülle umgeben sind.

Und hier kommt der Text. In Sanskrit und dann in (meiner) Lautschrift:

OM – purnam adaha purnamidam
Oooommmm Pur namadah pur namidamm

purnate purnam udacyate
Purna te purna mudatsch jatéééééhh

purnasya purnam adaya
Purnasja purna maaahdajaaahhh

purnam eva vashishyate
Purna mewa waschisch jatééééhhh

OM – Fülle hier, Fülle dort.
Nimm von der Fülle, nähre die Fülle.
Die Fülle bleibt immer die Fülle.
 

Eine ganz wunderschöne Rezitation findet Ihr hier. – Aus der Mantra-Box aus dem GU-Verlag!

Wir müssen nicht schön singen können, um ein Mantra zu rezitieren. Um eine schöne Stimme geht es überhaupt nicht.

Visualisierung
Ich persönlich verbinde das Mantra primär mit der Natur. Und ich habe es mal vor etlichen Jahren über Monate täglich beim Spaziergang über Wiesen und durch einen kleinen Wald laut rezitiert. Das gelingt im Frühjahr SEHR gut. Also JETZT! Alles erblüht. Helles Grün. Farbe kommt in die Natur. Blütenmeer. Fülle. Grün ist Wachsen, Entwicklung, Neuentstehung, Hoffnung, Zukunft, ….. .

Energetisch
Neues, Hoffnung, Licht, Wärme, Strahlen, Aufbau, Freiheit, Auflösung von Begrenztheit, ….

Philosophie/Tradition
Hinduismus – Ursprung in einem der frühesten spirituellen Texte der indischen Kultur, in der lsha-Upanishad.

Abschließend noch ein paar Worte zum Verständnis:
Ein Mantra wirklich zu verstehen, mit dem Verstand, ist ein hoffnungsloses Unterfangen.
Ein Mantra in seiner Ganzheit zu übersetzen, ist ein hoffnungsloses Unterfangen. Ein Mantra lässt sich nicht durch Worte ganzheitlich erfassen.
Ein Mantra möchte rezitiert werden.
Ein Manra möchte klingen, Klang erzeugen.
Ein Mantra möchte unsere Zellen vibrieren lassen.
Ein Mantra, seine Essenz, möchte gefühlt werden. – Seine Wirkung gespürt, erfahren werden.

Herzens-„Gleichklang“-Grüße.
Eure Ute

Ost-West-‚Konflikt‘ 😉 – Warum wir jeden Tag FRISCH kochen sollten

Mit dieser Frage verbunden ist der ‚Rattenschwanz‘, dass warme Gerichte auch nicht mehr aufgewärmt werden sollten. …

In meinem letzten Newsletter habe ich erwähnt, dass Linsensuppe aufgewärmt noch besser schmeckt, als frisch zubereitet. Und, dass dieses Aufwärmen nach ayurvedischen Gesichtspunkten – und auch nach Yoga Ernährungs-Richtlinien – absolut verpönt ist.

WARUM eigentlich?

Hier prallen die Sichtweisen der westlichen Welt und der östlichen Welt aufeinander. Während die westliche Welt im Bezug auf Nahrung (und nicht nur da 😉) nach ‚Fakten! Fakten! Fakten‘ geht, steht bei der östlichen Sichtweise der energetische Aspekt im Fokus. Inhaltsstoffe, Vitamingehalt, Mineralstoffe gegen Energie. Energie = Prana = Lebensenergie. Lebensenergie = Wohlgefühl, Power.

Frisch gekochte Mahlzeiten sind ein sehr wichtiger Energielieferant. – Aufgewärmtes enthält noch ein paar Nährstoffe, aber keine Vitalstoffe, keine Energie mehr, ist quasi tot. Aufwärmen lässt das Gekochte von der Qualität her ins Bodenlose stürzen.

Hier prallt vielleicht aber auch Generationswissen aufeinander. Also ich höre meine Oma noch sagen, dass man Spinat oder auch Pilze nicht aufwärmen darf. Dass sich dann Gifte entwickeln. Als ich selber zu kochen begann, lernte ich, dass gekochte Pilze, die im Kühlschrank aufbewahrt wurden, EINMAL durchaus noch aufgewärmt werden können. Wobei hier die Mikrowelle ausscheidet. Und das soll daran liegen, dass in der Mikrowelle nicht so gleichmäßig hohe Temperaturen gewährleistet sind, wie beim Erwärmen auf dem Herd oder im Ofen.
Spinat soll wohl tatsächlich nicht mehr aufgewärmt werden. Und der Grund dafür liegt in seinem Nitratgehalt begründet, der sich beim Lagern erhöht bis giftig wird. Sellerie und Rote Bete gehören auch zu dieser Gruppe.

Jahrtausende alte Traditionen, Lebensweisen, Lebensphilosophien, Gesundheitssysteme, wie Ayurveda (= die Lehre vom Leben) – und auch Yoga, setzen Ernährung mit Medizin gleich. Aber nur, wenn die Ernährung bestimmten Regeln folgt, die sich auf Anbau, Ernte, Transportweg, Lagerung und Zubereitung beziehen. Und im Ayurveda  besagt eine dieser Regeln, dass Aufgewärmtes zur Belastung für den Körper wird, also zum Gegenteil von dem, wofür Ernährung gedacht ist.  Hier prallen dann schnell die Extreme Medizin und Schadstoffe aufeinander.

Im Ayurveda sagt man, dass Gerichte, die am nächsten Tag erneut erwärmt und gegessen werden, die Trägheit der Nacht (tamas) an das Essen selber und dann zwangsläufig an den Essenden weitergeben. So macht wohl aufgewärmtes Essen deutlich müder als frisch gekochtes.
In einem Ayurveda-Portal las ich einmal, dass man Essenreste besser am nächsten Tag kalt essen sollte. Dazu dann frisch gekochten Reis oder Kartoffeln nehmen. Also warme und kalte Küche in Kombi.

Was im Ayurveda noch verwerflicher ist, als Essen am nächsten Tag im Topf auf dem Herd (oder Feuer) aufzuwärmen, ist, die Mikrowelle für das Aufwärmen zu nutzen.
Ob die Mikrowelle schädlich ist, Speisen in ihrer gesundheitlich positiven Wirkung zerstört, da sind die Lager ja so gespalten, wie nicht selten in der Politik.

In Indien hat man immer schon – und noch heute in ländlichen Regionen –  Essenreste an das Vieh, vornehmlich die Schweine verfüttert. Da haben/hatten die Reste noch einen Sinn und der Mensch war raus aus dem Dilemma, am nächsten Tag Nahrung aufzunehmen, die energetisch tot bis schädlich war.

Was kann ich jetzt als moderner Mensch daraus machen? Wie kann ich nach beiden Sichtweisen leben? Wie kann ich all dieses Wissen in die heutige Zeit setzen? Extreme sind nie gut. Jeden Tag neu kochen, das ist zeitlich nicht immer drin und würde auch bedeuten, dass wir ganz viel übriggebliebenes Essen wegwerfen müssen (es sei denn, Ihr habt ein Hausschwein!). Unser Essen sollte so oft wie möglich aus frisch Gekochtem bestehen.
Und ganz sicher ist das Aufwärmen einer liebevoll und frisch zubereiteten Speise aus viel Gemüse (möglichst regional) und mit tollen Gewürzen besser, als den Pizzaservice zu rufen oder eine amerikanische Fastfood-Kette zu besuchen.

Ein Tipp noch von mir: Kombiniert die kühl gelagerten Essensreste mit vielen frischen, bunten Zutaten. Und dann sind wir wieder bei meinem Essens-Highlight 2020, der Buddha Bowl.
Wer sich zu dem Thema nochmal einlesen möchte, hier mein Blog-Post.

Wenn Corona einen positiven Aspekt hat(te), dann den, dass wieder viel mehr gekocht wird. Zwangsweise, ja, aber für Einige hat sich auch eine neue Leidenschaft entwickelt. Neue Rezepte. Frisch kochen. Regionale Zutaten. Und da viele Menschen corona-bedingt im homeoffice sind, wird oft täglich gekocht.

Lasst uns unser Energielevel pflegen. –  Durch Yoga. – Durch frische Luft. – Durch frisch Gekochtes und am Folgetag durch kreative Resteverwertung unter Energiegesichtspunkten. So kommen wir dann hoffentlich auch besser durch Zeiten, wie diese, die uns immer mehr und mehr Energie rauben. ….

Energiegeladene Herzensgrüße.
Eure Ute

Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 24. Dezember: Glück aus „Wir machen das Beste daraus!“ – Frohe Weihnachten 2020

         

         

🎄 In Weihnachtszeiten reis’ ich gern
🎄 und bin dem Kinderjubel fern
🎄 und geh’ in Wald und Schnee allein.
🎄 Und manchmal, doch nicht jedes Jahr,
🎄 trifft meine gute Stunde ein,
🎄 dass ich von allem, was da war,
🎄 auf einen Augenblick gesunde
🎄 und irgendwo im Wald für eine Stunde
🎄 der Kindheit Duft erfühle tief im Sinn
🎄 und wieder Knabe bin…
      Hermann Hesse

Geht Euch das auch so? Ihr lest eine Weisheit, ein Gedicht oder vielleicht auch ein ganzes Buch. Ein paar Jahre später fällt Euch diese Weisheit, dieses Gedicht oder das Buch erneut in die Hände und Ihr vertieft Euch erneut in die Texte. Plötzlich verinnerlicht Ihr ganz neue Aspekte, der Text bekommt eine ganz neue Bedeutung, Ihr könnt Gelesenes mit ganz anderen Erfahrungen und Gefühlen verknüpfen. So wie ich bei Hesse. „…dass ich von allem, was da war, auf einen Augenblick gesunde. …. der Kindheit Duft erfühle … .“ So wie jetzt in Corona-Zeiten!

Ich wünsche mir, dass sich an den Feiertagen bei uns allen so einige Momente des Kindseins einstellen. Nicht grübeln – im Moment sein. Ruhe im Kopf – staunen, tiefe Freude und Genießen. – Kraft in der Natur finden. Aus der Tatsache, dass wir nicht so reisen können, wie viele möchten und der sonst übliche Besuchsmarathon auch stark eingeschränkt ist, wird die Natur Kraft schöpfen. Und wir auch …. :-). Unbeschwertheit!

Seit mir bewusst wurde, dass nicht der Weihnachtsmann die Geschenke bringt und die Engel nicht die Weihnachtsbäckerei für meine Mutter und meine Oma übernahmen, seitdem ist auch der Faktor Stress zu Weihnachten kein Unbekannter mehr. Und der Stress stand und steht meistens mit dem alljährlichen Besuchsmarathon zur Weihnachtszeit in Zusammenhang. Alljährlich immer wieder die vorweihnachtlichen Diskussionen, die man so im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis mitbekommt. ‚Heiligabend müssen wir zu den Schwiegis, am Ersten kommen nachmittags und abends meine Eltern, mittags Brunch mit den Cousinen & Cousins. Am Zweiten zu meiner Schwester und noch weiter zu meiner Nichte. …..‘
Ganz wenig Zeit blieb für die eigene kleine Familie. Für Ruhe, für Gemütlichkeit, für Spaziergänge, für Ausschlafen, für Jahresausklangsstimmung, für herrliches Nichtstun, für bequeme Kleidung, ‚Natur-Face mit Haare-hoch‘, höchstens einen der tollen alten Monumentalschinken im Fernsehen schauen. Das Haus so wunderbar geschmückt und wir waren auf der Bahn und in ‚fremden‘ Wohnungen. DIESES JAHR SIND WIR NICHT MEHR STÄNDIG AUF DER BAHN UND IN ‚FREMDEN‘ WOHNUNGEN! Dieses Jahr sind wir überwiegend zu Hause. Der Kern der Familie feiert. Es ist hoffentlich mehr Ruhe in den Menschen. Mehr Genießen können. Wobei hoffentlich niemand an den Feiertagen alleine ist, einsam ist.

Zu dem Hesse-Gedicht sei noch gesagt: Natürlich gehören Kinder untrennbar zu Weihnachten! – Keine Frage!

Zu schön die Vorstellung, dass die Natur, die schon im Frühjahr sichtbar gesunden konnte, sich nun auch den Winter über erholen kann.

Ich hoffe von Herzen, dass unsere gute Stunde eintrifft und dass wir von allem, was da war, auf einen Augenblick gesunden.

🎄  👼🏻  🎅🏻  V O N 💚  F R O H E   W E I H N A C H T E N ! 🎄  👼🏻  🎅🏻
Und viele Momente Kind sein … .

Weihnachtliche Herzensgrüße. 🎄 All Eure liebevollen Päckchen, Tütchen, Pflänzchen, Karten und Briefe werde ich Heiligabend in Ruhe öffnen. Und darauf freue ich mich schon SEHR.

Eure Ute ⭐️

Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 23. Dezember: Glück aus den Rauhnächten – Glück für 2021

       
        

Die Rauhnächte stehen vor der Tür! Ich würde mich nun wirklich nicht als ‚abergläubig‘ bezeichnen, aber ich merke, dass ich, je näher es auf den Heiligen Abend zugeht,  auf Dinge achte, wie:
– Habe ich noch geliehene Bücher, die zurück müssen?
– Bekommt jemand noch Geld von mir?
Vor den Rauhnächten: Alle Wäsche waschen und wegräumen.
– Sollte ich nicht noch den Keller aufräumen? Oder meine Kramschublade in der Küche?

Es ist das vierte Mal im Laufe der letzten sieben Jahre, also in der Zeit, in der ich diesen GANDIVA YOGA Online-Adventskalender für uns schreibe, dass ich über die Rauhnächte berichte. In diesem Jahr gab’s einige Nachfragen zu dem Thema, auch zu dem Workbook, welches ich Euch letztes Jahr schon ans Herz gelegt hatte. Und so habe ich mich entschlossen, das Thema erneut aufzugreifen. 2020 war/ist ein so besonderes Jahr, für Viele mit Einschränkungen, einschneidenden Veränderungen und Entbehrungen verbunden.
Und so anders und so besonders wie dieses Jahr werden wahrscheinlich auch die Erwartungen und Wünsche für 2021 sein. Stelle ich mir vor. …

Rauhnächte, auch Losnächte (von Los, losen = vorhersagen) genannt, damit sind die 12 Nächte zwischen dem Heiligen Abend und den Heiligen Drei Königen gemeint. Eine magische Zeit. Eine Zeit, in der die Tore zwischen dem Diesseits und dem Jenseits offen sein sollen. Eine Zeit des Insichgehens, der Vertreibung, der Auflösung, der inneren Reinigung, des Neubeginns und des sich BeSINNens. Eine Zeit, in der wir aufgrund von Zeichen darauf schließen können sollen, wie das Neue Jahr wird. Die Rauhnächte tragen, so sagt man, das ganze folgende Jahr in sich. Jede Nacht steht für einen Monat des Jahres. Die erste Rauhnacht ist die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 2020 und steht für den Januar 2021.

In den Rauhnächten kämpft das Chaos mit der Ordnung. Schlechte Energien gegen die guten. Und wenn ich zum Beispiel den Keller nicht noch aufräume, verfangen sich die schlechten Energien in der Unordnung und bleiben das ganze Jahr 2021.

An besagten 12 Tagen wurde früher nicht gearbeitet, es wurde gefeiert und das Familienleben in den Mittelpunkt gestellt. Wer in dieser Zeit eine Tür knallt(te), muss(te) mit Blitz und Donner rechnen. Wer weiße Wäsche raushängt, den kann der Tod eines Angehörigen treffen (weiße Wäsche = Leichentuch). Und wer sich die Haare in diesen Tagen schneiden lässt, den werden im neuen Jahr Kopfschmerzen plagen. Na, aus der Nummer sind wir ja Corona-technisch in diesem Jahr schonmal raus. …

Wer diese Rauhnächte mit der entsprechenden inneren Haltung begeht, sich einlässt auf diese intensive Zeit, kann über Träume, Meditationen, Eingebungen, Ideen und Begegnungen Lösungen zu aktuellen Situationen und Herausforderungen erhalten.

Wenn jede Nacht für einen ganzen Monat steht und Träume, Begegnungen, Gedanken (zum Beispiel in der Meditation) so weitreichend sind, dann macht es Sinn, aufzuschreiben, was uns auffällt, was uns beschäftigt. Und am Ende eines jeden Monats – und am Ende des Jahres – lesen wir, was uns in der jeweiligen Nacht umgetrieben hat und können vergleichen mit dem, was sich dann wirklich in diesem Monat ereignet hat.

Ende November letzten Jahres ist zu dem Thema Rauhnächte ein inhaltlich und gestalterisch wunderschönes Buch erschienen:

Es ist nicht einfach nur ein Buch, sondern ein WORKBOOK, ein persönlicher Begleiter durch die Rauhnächte. Und dann auch ein Nachschlagewerk für das kommende Jahr!

Heute ist noch Zeit, dieses Besuch zu besorgen. Die Buchhandlung Degenhardt (Friedrichstraße 14) hat leider am Heiligen Abend geschlossen. Aber in diesem ‚Notfall‘ gibt es ja noch andere Wege.

Und wer sich nicht in der Tiefe mit den Rauhnächten beschäftigen möchte, der kann ja mit ein paar kleinen Ritualen starten.

Wer gerne meditiert oder jetzt damit beginnen möchte, richtet sich einen Platz im Haus ein und nutzt die Rauhnächte, in denen der Meditation ganz besondere Wirkungen und Kräfte nachgesagt werden.

Zündet in jeder Rauhnacht für diese jeweilige Nacht eine Kerze oder ein Teelicht an. Lasst die Kerze oder das Teelicht in dieser Nacht (sicher!) ausbrennen, beispielsweise in einem Einweckglas oder Windlicht.

Die Autorin des vorgenannten Buches beschreibt ein besonders schönes Ritual: ‚Das magische Ritual der 13 Wünsche‘.

Nehmt 13 leere, gleichgroße Zettel gleichen Papiers.
Schreibt auf jeden Zettel einen Wunsch für 2021. Annett Hering gibt noch einen guten Hinweis zur Formulierung der Wünsche.Schreibt nicht ‚Ich wünsche mir Gesundheit.‘, sonder schreibt ‚Ich bin gesund‘.“
Legt alle Zettel zusammengefaltet in eine Dose, in ein Glas, in eine Schatulle.
Zieht jeden Abend, jede Nacht einen Zettel und verbrennt diesen im Freien, in einer feuerfesten Schale, OHNE diesen noch einmal gelesen zu haben.
Durch das Verbrennen gebt Ihr diesen Wunsch an eine höhere Instanz ab.
Beobachtet, WIE der Zettel mit dem Wunsch verbrennt. Schnell, langsam, ….. . Welche Gefühle kommen beim Verbrennen in Euch hoch?
Am Ende der Rauhnächte bleibt ein Zettel übrig. Den müßt Ihr natürlich lesen. Die Erfüllung dieses Wunsches liegt ganz in EURER Hand und Verantwortung.

Schön auch noch die Alternative von Annett Hering, die 13 Wünsche auf Lorbeerblätter zu schreiben, diese dann in Papier einzuwickeln, um sie so zu verbrennen. Sie erklärt dazu, „dass Lorbeer eine magische Pflanze ist, mit der man die innersten Kräfte und Rituale unterstützt“. So werde ich es in diesem Jahr machen! Bin schon sehr auf den Duft gespannt.

Ich freue mich in diesem Jahr ganz besonders auf die Rauhnächte. Ich glaube, dass die Wünsche sich durch Corona bei vielen Menschen stark verändert haben. Ich hoffe … .

BeSINNliche Tage! – BeSINNliche Vorweihnachtszeit! – BeSINNliche Festtage!

Eure Ute

Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 10. Dezember: Glück durch Bewährtes


Diesen beliebten GANDIVA YOGA Online-Adventskalender erstelle ich nun bereits zum siebten Mal für uns. Und das SEHR GERNE, mit viel Liebe & Herz, um uns die Zeit bis Weihnachten zu versüßen, unseren Weg bis zu den Festtagen gelassener erleben zu können, achtsamer zu sein, langsam und immer mehr Weihnachtsstimmung aufzubauen, zu ENTschleunigen.

Und so kamen in den letzten beiden Wochen immer mal wieder Fragen per Mail: „Wie hast Du nochmal den tollen Glühwein gemacht?“, „Kannst Du nicht noch einmal über die Rauhnächte schreiben?“, „Hast Du nicht mal über so super leckere Lebkuchen geschrieben, die ganz schnell zu machen waren?“.

Und so möchte ich Euch heute hinter dem 10. Türchen die 10 Themen noch einmal präsentieren, zu denen das positivste Feedback kam und zu denen jetzt auch immer nochmal Nachfragen kommen.

Heute also 10 Ideen/Tipps/Anregungen/ Rezepte/Weisheiten auf einen Blick:

Highlight 1: Himmlische Gewürzkuchen

Highlight 2: Glühwein ohnen Gleichen und himmlisches Glühwein-Gelee

Highlight 3: Quarkstollen mit Marzipan

Highlight 4: Die Rauhnächte

Highlight 5: Furoshikis – Alternative zum GeschenkPAPIER

Highlight 6: Weihnachten im Glas

Highlight 7: Weisheitsgeschichte „Du trägst sie immer noch!“

Highlight 8: Apfel-Mohn-Kuchen mit Nüssen und ohne Mehl

Highlight 9: Reinigendes Ölziehen

Highlight 10: Kokos-Zimt-Granola

Und wenn Ihr jetzt denkt: ‚Ahhhhh, da war doch vor X Jahren noch so ein Adventstürchen mit ….. .‘, dann schreibt mich bitte an. Ich suche Euch gerne Rezept oder Anleitung zu Eurem Thema raus.

Gaaaannnnzzzzz viel Spaß beim Backen, Kochen, Nachdenken, Geschenke sinnvoll auswählen und sinnvoll verpacken, Basteln und Allem, was Ihr in diesen Tagen mit Freude, innerer Zufriedenheit, verbunden mit Achtsamkeit macht. – Oder auch nicht macht! ….

Herzensgrüße.
Happy Vorfreude!
Eure Ute

Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 7. Dezember: Glück aus der Kugel – Raw Brownie Balls

Ihr möchtet es an den Feiertagen in puncto Süßigkeiten auch mal etwas gesünder angehen lassen? Besuch sagt sich kurzfristig an oder Ihr seid eingeladen und ein kleines Mitbringsel wäre noch schön? Ihr habt den lieben Plan, Nachbarn einen Weihnachtsgruß an der Türe anzureichen oder, wie der Weihnachtsmann es machen würde, vor die Türe zu legen?  Ihr braucht ab und zu zwischendurch einfach mal einen süßen Energiekick? –  Dann folgt jetzt eine Idee, die zu all den vorgenannten Anlässen super passt: RAW BROWNIE BALLS.

Ich bin kein wirklicher Fan von Datteln. ‚Am Stück‘ schonmal garnicht, verarbeitet in Plätzchen oder zu Brotaufstrichen geht. In diesen Schoko-Nuss-Kokos-Kugeln aber ist selbst die Dattel im wahrsten Sinne des Wortes zum Anbeißen.

Ein Hinweis vorab für die Planung: Diese unwiderstehlichen Kugeln halten sich im Kühlschrank circa zwei Wochen. Für die Zubereitung dieser Leckerei bitte eine gute Stunde einplanen, wovon die Raw-Balls eine halbe Stunde ohne Euch klarkommen. 🙂

Wer Datteln mag, hat wahrscheinlich sowieso schon alle Zutaten im Haus:

75 gr. Haselnusskerne
75 gr. Walnusskerne
50 gr. Kokosraspeln
250 gr. Datteln – Ich habe entsteinte Datteln gekauft und daher nur
200 gr. genommen.
40 gr. BIO-Kakaopulver, plus etwas Kakaopulver zum Wälzen
50 ml Kokosöl
1 Prise Salz

Wer auf seinem Kokosöl-Glas nur eine Gramm-Angabe findet und sich fragt, wie man jetzt aus Gramm die benötigten Milliliter errechnet, ich stand natürlich auch vor dieser Herausforderung, dem sei gesagt: 100 ml Kokosöl entsprechen 92 Gramm Kokosöl. Also brauchen wir exakt 46 gr. Kokosöl.

Datteln entsteinen (ich kaufe immer die ohne Steine). Haselnüsse, Walnüsse und Kokosraspeln in den Mixer geben. Mahlen, bis die Nüsse ganz fein sind. Achtung, nicht zu lange mixen, dann wird’s Mus.

Datteln zusammen mit Kakaopulver, Kokosöl und Salz zur Nussmischung geben und weitermixen. Wenn sich eine zusammenhängende Masse bildet, ist der „Teig“ fertig. Zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für circa 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Pralienengroße Portionen abteilen und zwischen den Händen zu Bällchen formen, rollen. Dann noch in Kakao-Pulver ‚baden‘.
Im Kühlschrank lagern und kurz vor dem Verzehr – oder Verschenken – nochmal in das Kakao-Bad geben.

Je nachdem, wie groß oder klein Ihr Eure Kugeln formt, ergibt die Zutatenmenge zwischen 45 und 60 Energiebällchen.

Ich bin sicher, Freunde und Nachbarn werden begeistert sein. Und Ihr natürlich auch.
Wer gerne lange Wanderungen unternimmt, hat mit diesen Raw-Balls auch einen zuverlässigen Begleiter, wenn sich der kleine Hunger einstellt.

Übrigens schmecken die Energiekugeln leicht gekühlt am besten! – Mir zumindest!

Happy Naschen! Happy Verschenken.

Wunderschöne Vorweihnachtstage.

Eure Ute

Quelle Rezept: Lust auf Genuss – 101 Geschenkideen aus der Küche –
Ausgabe 12/2020, Seite 87

Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 2. Dezember: Glück aus der Schüssel – Die Buddha Bowl

Heute möchte ich meine kulinarische Offenbarung des Jahres mit Euch teilen: Buddha Bowl-Gerichte. Dieser Trend, der schon vor einigen Jahren, ich glaube, es war 2016,  aus Amerika zu uns herübergeschwappt ist, ist bis zu meinem diesjährigen Geburtstag an mir vorbeigezogen. Gut, ich gebe wenig auf Trends und warte lieber, bis die Zeit für Begegnungen mit Neuem reif ist. Und die Zeit war im September reif, als ich im Purino Schloss Rheydt draußen saß und mich auf der Karte eine Buddha Bowl ‚ansprang‘.

Buddha Bowl Schloss Rheydt

Diese Buddha Bowl war das Leckerste, was ich in den letzten Jahren gegessen habe. Diese Kombi aus Rohem und Gekochtem oder Angebratenem, aus Warmem und Kaltem, aus Knackigem und Weichem. Dazu die Farbpalette und als Krönung das Rote Bete-Erdnussmus-Dressing. Also ich war hin und weg. Am nächsten Tag hing ich Stunden im Netz und beschäftigte mich mit diesem Thema. Sehr spannend.

Was genau ist jetzt eine Buddha Bowl und wo hat sie ihren Ursprung?

Eine Buddha Bowl ist eine meist vegetarische Mahlzeit, die aus vielen kleinen Portionen unterschiedlichster gesunder Lebensmittel besteht. Und der Inhalt dieser Bowl deckt den Tagesbedarf an wichtigsten Nährstoffen. Eine Buddha Bowl, auch Good Life Bowl oder Rainbow Bowl genannt, soll satt und glücklich machen und uns alles geben, was Körper & Geist täglich brauchen.
Und wer jetzt an einen Marketing-Gag denkt, um einen gewöhnlichen ‚Insalata Mista‘ wieder trendiger zu machen, der liegt ganz weit daneben. Die Buddha Bowl hat einen tiefen Sinn. Im Zen Buddhismus trafen und treffen sich von jeher Mönche zum gemeinsamen Mahl, um in vollendeter Achtsamkeit das genussvoll zu verspeisen, was ein Mönch pro Tag braucht, um optimal nährstoffversorgt zu sein. Jeder Mönch hatte und hat dabei drei Schüsseln, Essstäbchen, eine Serviette und ein Tuch. Die größte Schüssel trägt den Namen Buddha Bowl und soll den Kopf und die Lehre, Weisheit Buddhas,  symbolisieren. Das Tuch ist übrigens Verpackung und Transportmittel für das Essgeschirr zugleich.

Es gibt wunderschöne Rezept-Bücher zum Thema Buddha Bowl, fast schon Bildbände. Auch ich habe ein solches Buch geschenkt bekommen und mit viel Vorfreude durchge’arbeitet‘. Diesen Büchern einmal die Basics entlockt habend, sprudeln und regieren dann aber der eigene Geschmack, die Intuition, die Kreativität, die Augen (hier isst das Auge besonders mit), die Jahreszeit, der Inhalt des Kühlschranks und das Angebot des Wochenmarktes.

Und wenn Ihr jetzt so neugierig geworden seid, dass Ihr direkt loslegen möchtet, dann merkt Euch einfach folgende Circa-Richtwerte zu den Inhalten der Bowl:

Den Boden der Bowl füllen Salatblätter circa 15 %
Radicchio, Ruccola, Babyspinat, frische Kräuter, …..

Proteine circa 20 %
z.B. Kichererbsen, Tofu, Eier, Linsen, ….

Komplexe Kohlenhydrate circa 20 %
z.B. Kartoffeln, Süßkartoffeln, Reis, Couscous, Quinoa, Nudeln, …..

Obst/Früchte circa 10 %
Mangos, Trauben, Erdbeeren, …..

Gemüse circa 20 %
Blumenkohl, Möhren, Kohlrabi, Rote Bete, ….

Gesunde Fette circa 10 %
Avocados, gute Öle, Nüsse, Sesam, …

Topping circa 5 %
Sprossen, Feta, Kerne, Kokosflocken, Zitronensaft

Dressing
z.B. aus Tahini oder Mandelmus oder Erdnussmus, Rote Bete,
Knoblauch, Zitronensaft, Soja-Soße, Granatapfelkernen, Blaubeeren, ….

Und jetzt stehen Euch 1000 und 1 Kombination frei!

Das Tolle ist auch, wenn Ihr noch Reis oder Kartoffeln vom Vortrag übrig habt, dann ist der Grundstein für die nächste Buddha Bowl gelegt.  Ihr könnt Reis oder Kartoffeln dann nochmal anbraten und habt somit nicht das Gleiche wie am Vortag. Resteverwertung ist bei Buddha Bowls ausdrücklich erwünscht. Im Sommer wird die Bowl eher aus mediterranen Zutaten bestehen und im Herbst/Winter vielleicht auch mal geschmorte Kürbiswürfel aus dem Ofen beinhalten.

Wenn Ihr doch etwas unsicher seid und lieber konkrete Rezepte haben möchtet, dann habe ich hier eine tolle Website für Euch.

Zum Thema Dressing ist meine Experimentierküche heißgelaufen. Gerne gebe Euch mein Highlight-Sößchen weiter:

Rote Bete-Erdnussmus-Dressing (für 6 Portionen)
7 Esslöffel Erdnussmus (bitte keine Erdnuss-BUTTER) = 250 gr.
200 gr. Rote Bete vorgekocht und vakuumiert, inkl. Saft
4 – 5 Esslöffel BIO-Kokosmilch
3 Knoblauchzehen
Saft 1 Zitrone
1 Esslöffel gutes BIO-Leinöl
1/2 Teelöffel Chilipulver
1 Spritzer Soja-Soße

Alle Zutaten mit einem Pürierstab pürieren. Und schon fertig!

Statt Erdnussmus könnt Ihr dann ein anderes Mal auch Mandelmus nehmen.
Auch SEHR lecker.

Solltet Ihr Euch über die sechs Portionen wundern, ich mache das Dressing immer für drei Tage im voraus. Im Kühlschrank hält es sich circa vier Tage.

Zu den Schalen: Es gibt tolle handgetöpferte und handbemalte Buddha Bowl-Schalen, die dann aber auch zwischen 50 und 80 € kosten. Ich habe erst einmal die Schalen genommen, die mein Geschirrschrank hergegeben hat. …. Und schenke mir die Nachfolgenden zu Weihnachten:

Lange nach gesucht. Wunderschön. Vernünftiger Preis. Lieferzeit allerdings circa 5 Wochen. Bezugsquelle hier. Achtung: Der Preis variiert. Ich habe noch 17,50 € pro Schüssel bezahlt und schaue seit Wochen zu, wie die Schüssel kontinuierlich teurer wird. Vielleicht hofft der Anbieter auf das große Weihnachtsgeschäft.

Ich bin gespannt, ob Euch die Buddha Bowl-Mania auch packt. Übrigens sind die Rezeptbücher und Schüsseln auch ein tolles Weihnachtsgeschenk.

Happy Genießen.

Eure Ute

Asana-Detailarbeit: Natarajasana, der Tänzer

Quelle Foto: Leslie Kaminoff, ‚Yoga Anatomie‘, Seite 62

Bei Natarajasana handelt es sich um eine anspruchsvolle Standhaltung, die gleichzeitig auch Gleichgewichtshaltung auf einem Bein ist und dazu noch eine Rückbeuge beinhaltet. Dieses Asana entstammt den 108 Tanzhaltungen des Gottes Shiva. Bestimmt hat jede(r) von Euch schon einmal die Statue aus Messing oder Bronze gesehen, in der eine Gottheit auf einem Bein in einem Feuerring tanzt. DAS ist Shiva. Nataraja ist ein Name von Shiva. Tänzer auf Sanskrit ist Nata. Raja heisst übersetzt König. Shiva ist somit auch der Gott des Tanzes. Der Tänzer ist eine Erscheinungsform des Gottes Shiva.

Wenn Ihr diese anmutige Haltung einmal für Euch entdeckt habt, dann werdet Ihr Euch im tanzenden Shiva sehr kraftvoll und stabil fühlen. Und wenn Ihr den Tänzer bis heute noch nicht für Euch entdeckt habt, dann motiviert Euch vielleicht mein Text.

Im Hinduismus ist Shiva Teil der göttlichen Trinität (= Dreiheit), die er mit Brahma, dem Schöpfergott, und Vishnu bildet. Als Schöpfergott steht Brahma für das Entstehen, Vishnu steht für das Bestehen und Shiva für das Vergehen. Oft wird Shiva auch als Gott der Zerstörung dargestellt.

Zehn gute Gründe, diese Haltung in die eigene Yoga-Praxis zu integrieren:

Natarajasana –
trainiert den Gleichgewichtssinn
bringt mehr Gleichgewicht in unser Leben
aktiviert, regt den Kreislauf an
macht stabil – körperlich und geistig
kräftigt die Fußgelenke
dehnt den Bauch
dehnt, öffnet die Leisten
dehnt die Vorderseiten der Oberschenkel
öffnet den Brustraum und somit den Herzraum
macht uns klarer und zielsicherer.

Bin ich unruhig, zerstreut, gefangen in Gedanken und unkonzentriert, dann funktionieren Gleichgewichtshaltungen schlecht bis garnicht. Muskelkraft alleine lässt mich nicht auf einem Bein stehen.
Wir lernen von Gleichgewichtshaltungen klar und wachsam im Außen zu sein und trotdem in uns zu ruhen.  
Im Yoga sagt man Gleichgewichtshaltungen nach, dass sie uns gegen die Stürme des Lebens wappnen. Wenn wir stabil in einer Gleichgewichtshaltung stehen können, dann stehen wir auch stabiler, fester, sicherer im Leben.
Das heißt aber auch, wenn wir eine instabile Lebensphase haben, können wir uns über die Praxis von Gleichgewichtshaltungen wieder stabilisieren. Das macht doch Mut, oder???!!!

Was mir immer mal wieder auffällt ist, dass versucht wird, die Rückbeuge im Tänzer aus der Lendenwirbelsäule heraus entstehen zu lassen. Eine Rückbeuge kommt aus der Brustwirbelsäule. Das grade Becken ist eine Voraussetzung.  Schambein in Richtung Bauchnabel ziehen. Und schön das Brustbein heben!

Auch spüre ich oft eine Art Scheu, das angewinkelte Bein nach hinten oben zu öffnen. Der Mensch sieht es als große Herausforderung, sich in eine Richtung zu bewegen, in die er nicht schauen kann. Nach vorne zu schauen und einen Teil des Körpers nach hinten zu öffnen, hat für manchen Menschen etwas von Ungewissheit.
Hier ein kleiner Tipp, wie Ihr das Gefühl von Öffnung des angewinkelten Beines einmal spüren könnt und immer noch die Kontrolle habt:
Ihr legt einen Gurt, einen Gürtel, ein Kofferband, was auch immer, um einen Fuß, den Rest des Gurtes über die andere Schulter legen und dann mit einer oder beiden Händen den Gurt hochziehen. Somit bewegt sich das angewinkelte Bein höher und öffnet sich. Und wenn Ihr dieses Gefühl einmal verinnerlicht habt, lasst Ihr die ‚Krücke‘ wieder fallen. Und hoffentlich fällt dann auch das Gefühl, sich in eine Art Ungewissheit zu bewegen.

Schwächen im Gleichgewicht sind übrigens kein Grund, diese Haltung nicht zu praktizieren. Es wäre schade, auf all die tollen Wirkungen zu verzichten, nur weil der Gleichgewichtssinn ’schwächelt‘. Dann ist die Nähe zu einer Wand, oder Arbeitsplatte, oder zu einem Vorsprung angesagt. Stellt Euch sicher, lehnt Euch erstmal mit der Hüfte des Standbeines an, wenn Ihr ‚kibbelt‘.

Eingangs habe ich geschrieben, dass es sich bei dem Tänzer um eine anspruchsvolle, also komplexe Haltung, handelt. Gleichsgewichtshaltungen brauchen ein gutes Körpergefühl und eine gute innere Haltung. Im Yoga ist immer alles mit einer inneren Haltung, mit einer Art Hingabe, verbunden. Ist es das nicht, ist es Gymnastik.

Stufen, in die Haltung zu kommen:
Praktiziere erst einmal einige vorbereitende Übungen, in denen Du die Wirbelsäule flexibilisierst, die Schultern dehnst, die Leisten öffnest, die Oberschenkel dehnst. Auch eine einfache Gleichgewichtshaltung vorab hilft, diese komplexe Gleichgewichtshaltung besser, sicherer, länger zu halten.

Stand, Füße sind fußbreit geöffnet
Schicke eine verlängerte Ausatmung in die Fußsohlen
Verlagere das Gewicht auf den linken Fuß
Rechte Hand greift den rechten Fuß
Zieh die Ferse ans Gesäß
Kniehaltung ist geschlossen, Knie sind in einer Linie
Rolle den linken Zeigefinger gegen die Daumenwurzel ein
Führe den linken Arm über Deine Körperachse in die Senkrechte
Führe den Arm weiter nach hinten
Entspanne die Schulter nach hinten unten
Schiebe die rechte Ferse immer weiter vom Gesäß weg
Öffne das angwinkelte Bein nach hinten und nach oben
Die Rückbeuge, in der Du bist, ist aus der Brustwirbelsäule entstanden!

Den Oberkörper möglichst wenig nach vorne beugen!

Bleibe nur so lange in dieser Haltung, wie Du diese auch wieder langsam, in kleinen Schritten, auflösen kannst.

Lass die andere Seite folgen.

Ausgleich nicht vergessen! – Zum Beispiel die Vorbeuge aus dem Stand + Hund.

Ganz wichtig im Yoga und besonders in komplexen Haltungen, wie dem Tänzer:
Sei ehrlich mit Dir!
Spüre Deine Grenzen!
Respektiere Deine Grenzen!
Geh nicht so weit in die Haltung, bis es schmerzt.
Und denke nicht, dass der Kursnachbar Dir zuschaut und Du von daher über Deinen Grenzen gehen musst.

Ich wünsche Euch ganz viel Freude mit dieser tollen Haltung.

Herzensgrüße.
Eure Ute

Gähnen generell und warum wir beim Yoga gähnen

Der Yoga-Raum ist gut durchgelüftet, die Luft frisch, von Sauerstoffmangel keine Spur, der Yoga-Unterricht ist ganz und gar nicht langweilig, keine Tageszeit zum Schlafen …. und trotzdem geht das große Gähnen bereits einige Minuten nach Beginn der Yoga-Stunde los.

Dass Gähnen durch Müdigkeit ausgelöst wird, so die allgemeingültige Meinung, ist längst überholt. Viele Menschen gähnen schließlich, wenn sie hochkonzentriert an etwas arbeiten.
Gähnen als Folge von Sauerstoffmangel wurde von der Wissenschaft auch des Platzes verwiesen. Wenn wir gähnen, kommt automatisch mehr Sauerstoff in den Körper, ja, aber Sauerstoffmangel ist nicht der Hauptgrund für’s Gähnen.

Gähnen ist ansteckend, ja, das kennen wir auch alle. Aber eher aus privater Runde am Tisch oder aus dem Büro. Beim Yoga aber ist Jede(r) bei sich. Die Augen sind meist geschlossen. Wie sollte man sich gegenseitig zum Gähnen anstecken?
Die Antwort der Wissenschaft dafür, dass Gähnen ansteckend ist, liegt übrigens in den Spiegelneuronen unseres Gehirns. Diese Nervenzellen sind nicht nur für ansteckendes Gähnen, sondern auch für ansteckendes Lachen oder Weinen verantwortlich. Wir erleben einen Menschen in einer Gefühlslage und die Spiegelneurone erzeugen bei uns ein ähnliches Verhaltensmuster.

Seit einigen Jahren kann man in wissenschaftlichen Abhandlungen über das Gähnen lesen, dass Gähnen das Gehirn kühlt. Forscher konnten messen, dass bei steigender Gehirntemperatur das Gähnen zunimmt. Das entspricht dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Wenn wir unser Gehirn durch Denken in Endlosschleife überhitzen, Denken ist ein Zuviel an Energie, dann gähnen wir.  Gähnen soll also dazu führen, dass wir ‚die Gehirnwindungen kühlen‘, unser Gehirn einen Frischekick bekommt und wir somit wieder leistungsfähiger, aufnahmebereiter, klarer sind. Gähnen ist also im Namen der Wissenschaft ERHOLUNG , Regeneration des Gehirns. Gähnen bringt uns auf ein Hoch unserer Aufmerksamkeit. Gähnen macht uns bereit für Neues.

Gähnen, vom Ablauf der Bewegung des Kiefers her, ENTspannt den Kiefer. Gähnen befeuchtet unsere Augen. Als Nebeneffekt nehmen wir mehr Sauerstoff auf.

Beim Yoga wird durch Asanas und Pranayama der Parasympatikus aktiviert. Der Parasympatikus ist Teil des vegetativen Nervensystems und wird auch oft als Erholungsnerv tituliert. Daher tränen die Augen. Daher atmen wir auch manchmal während der Yoga-Praxis ganz tief und lösend, und befreiend durch. Blockaden lösen sich, Energie wird frei, ein Gefühl von tiefem Wohlsein, Wohlfühlen setzt ein.

Wenn wir von der Wissenschaft etwas weggehen hin zu einer mehr spirituellen Betrachtungsweise, finden sich auch folgende Erklärungen: „Gähnen in der Art ist ein Hinweis auf sogenannte „alte“ Müdigkeit, die uns in der Regel nicht bewusst ist und die auch nichts mit dem momentanen Zustand zu tun haben muss. Der Körper ist ein Speicherchip, der alles Vergangene bewahrt, auch Müdigkeit, die wir nicht zugelassen, die wir übergangen haben. Der Körper hat sie irgendwo gespeichert. Deswegen gibt es auch die Methode der „Entmüdungsmassage der Muskeln“. Die Muskeln haben diese Müdigkeit gespeichert. Oder den Ausdruck „mir sitzt die Müdigkeit in den Knochen“. Das ist tiefsitzende Müdigkeit. Die Knochen „wissen“ es, dass wir unseren Körper nicht berücksichtigt sondern überfordert haben. Sobald wir unseren Körper durch Asanas oder Atemübungen anregen und wecken, erinnert er sich und nimmt sich über ein Gähnen (zum Beispiel) die Energie, die ihm fehlt, die ihm eigentlich zusteht. Dass dabei auch die entsprechenden Muskeln gedehnt werden, hatte ich oben bereits erwähnt. Besonders im Zwerchfell und der gesamten Atemmuskulatur kann viel dieser „alten Müdigkeit“ gespeichert sein, die wir durch ein ausgiebiges Gähnen entlassen können. “ *

Kurz gefaßt:  Je gestresster, konzentrierter und angespannter wir sind, also je mehr wir im Kopf sind, desto mehr gähnen wir.  Das Gähnen sorgt dafür, dass wir schnell wieder frisch und klar im Kopf werden.
Yoga aktiviert den Erholungsnerv (Sympatikus).  Beim Yoga gähnen wir,  wenn wir von ANspannung auf ENTspannung wechseln. Wir bereiten uns zudem auf einen neuen Bewusstseinszustand vor. Wir kommen aus dem Büro oder der Familie zum Yoga, waren sehr konzentriert, vielleicht sogar gestresst, und gähnen nun auf der Matte. Kein anderer Körperimpuls kann so schnell Spannungen abbauen und uns vitalisieren, wie das Gähnen.

HAPPY GÄHNEN! Also das Gähnen bitte nie mehr unterdrücken, sondern herzhaft und genussvoll das Gähnen auskosten. Bringt es uns doch so viel Frische in Geist & Körper.

Frische Herzensgrüße
Eure Ute

* von Bhajan Noam; www.bhajan-noam.de

GANDIVA YOGA insights: Mantra allgemein – das OM im Speziellen

Das Mantra OM – wir alle haben davon gehört, haben es vielleicht auch schon im Gruppenunterricht gemeinsam getönt, wir sind dem Sanskrit-Zeichen auf T-Shirts, Schmuck, Postkarten begegnet, haben es erkannt oder auch nicht, ABER WAS IST DENN JETZT DIESES OM?

Ganz allgemein: Mantren sind Gebetsformeln, Instrumente, Klangfolgen, die machtvoll sind, die das Vermögen haben, den Geist zur Ruhe zu bringen. Mantra setzt sich aus manas und trajate zusammen. Der Geist wird befreit, sprich, kommt zur Ruhe. – Und sollen mit fortgeschrittener Praxis in einen höheren Bewusstseinszustand führen. Hierzu geht Uwe Bräutigam in einem Aufsatz noch tiefer.  Er schreibt, dass mantra auch auf  überwinden zurückgeführt werden kann. Überwunden werden soll der Kreislauf der Wiedergeburten.

Bei der Rezitation eines Mantras kommt es primär auf die saubere richtige Betonung an, auf den Klang, auf die im Körper erzeugten Vibrationen. – Das Verstehen oder die Übersetzung kommt von der Priorität her nach dem Klang.

Ein Mantra kann laut, flüsternd oder im Geiste rezitiert werden. Der Fachbegriff für die Rezitation ist japa.– Die machtvollste Form der Rezitation ist die geistige.

Mit Klang ist nicht der Klang gemeint, der Euch über Eure Ohren erreicht, sondern ein innerer Klang.

Uwe Bräutigam beschreibt in einem Aufsatz über die Macht des Wortes ‚Einführung in die hinduistische Mantra Lehre’, dass sich in jedem Wort, in jedem Mantra, 4 Stufen des Klangs finden:

  1. Der ursprüngliche Klang (para). Urklang, der sich noch nicht ausgedrückt hat.
  2. Der innere Klang (pasyanti).
  3. Der innere Klang, den die Yogis aber im Samadi hören können.
  4. Der grobe Klang, den jeder Hörende über die Ohren aufnimmt.

Im Speziellen schauen wir uns die sogenannten Bija-mantras an. Bija heisst übersetzt Saatkeim . – Gemeint sind einzelne Silben, zu denen auch das OM gehört. Diese kurzen Silben aber stehen für ALLES, für das ganze Universum.
Stellt Euch einen Apfelkern vor. Klein und unscheinbar, selten mitgegessen, also Abfall. Aber dieser kleine Keim trägt das Wissen, das ganze genetische Erbgut eines imposanten, wuchtigen Apfelbaumes in sich.
Genau so ist es mit dem OM. Kurz, aber das komprimierte Wissen des Universums  in sich tragend.

In den Upanishaden ist zu lesen: „AUM steht für die höchste Wirklichkeit“. AUM steht für alles, was  war und was noch kommt.  – Aber auch für das, was jenseits des Vergangenen, Gegenwärtigen und der Zukunft liegt. …
„Das Mantra ist der Bogen, der spirituell Strebende ist der Pfeil und der Herr das Ziel. Spanne jetzt die Bogensehne der Meditation und werde, ins Ziel treffend eins mit ihm.“

Im Sanskrit-Schriftzeichen AUM kann man vier Teile erkennen, die jeweils eine Bedeutung haben, einen Bewusstseinszustand widerspiegeln:

A: Wachheit – Neuanfang, Beginn, Öffnung

U: Traum – auf dem Weg sein, Umbruch, Wandel

M: Tiefschlaf – zur-Ruhe-Kommen, Rückkehr, Ende

Der Punkt: Die unhörbare Dimension von OM (= Turja) – nicht fassbar, nicht zu beschreiben.

OM ist DIE Ursilbe, der Urklang der gesamten Schöpfung, das Absolute, der ursprünglichste und der heiligste Klang, das Ur-Mantra, das Göttliche repräsentierend.

Das OM und die OM-Rezitation nach Dr. Srikrishna:

In diversen Fortbildungen bei Dr. Srikrishna, Arzt und Ausbilder von Yoga-LehrerInnen, gibt es drei Arten, das OM zu rezitieren:

  1. O lang                        M kurz
    Menschen versammeln sich, Gemeinschaft
  2. O  gleich lang wie M
    bei der Rezitation von Mantren, bei denen OM
    am Anfang des Mantras steht
  3. O kurz                        M lang
    Brücke, um nach Innen zu kommen. Tiefe EA und lange AA, ein sehr guter
    Einstieg in Pranayama (Atemtechniken mit Atemanhalten)

Der Klang: sanft – im Fluß – wie Honig fließt – wie eine angeschlagene Glocke – der Klang verschwindet sanft im Nichts.

Die Bauchdecke geht mit der AA nach Innen, das Zwerchfell nach oben (= vollständige AA), dann Bauchdecke entspannen.

Nach längerer Rezitation des OM verzögert sich der Einatemwunsch, der Atem wird sanft und am Ende entsteht eine natürliche Pause. Diese Pause ist nach Dr. Srikrishna das Ziel.

Das OM wird in zahlreichen Quellen als absolute Realität – im Körper zu lokalisieren am Sitz des Dritten Auges – beschrieben. An diesem Punkt zwischen den Augenbrauen vereinigen sich Ida und Pingala, die zweit- und drittwichtigste Energiebahn in unserem Körper, die dann vereinigt zum Scheitelpunkt des Kopfes fließen. Mit dem Ziel der Befreiung.

Von Lama Anagarika Govinda habe ich einmal den Vergleich gelesen, dass das OM wie das Öffnen der Arme sei, um alles zu umarmen, was lebt.

Dr. Tara Michael beschreibt in einem Aufsatz über die ‚Symbole des Yoga’, dass hinter dem die grobstoffliche Welt, dem die feinstoffliche Welt und mit der „kausalen Welt, die die Ursache von allem anderen ist“.

Ich hoffe, ich konnte Euch das OM näher bringen. Und ich hoffe, dass sich dadurch eine Offenheit und Neugierde entwickelt, die uns das OM auch bald schon gemeinsam im Gruppenunterricht rezitieren lässt.

Herzensgrüße.
Eure Ute

Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 20. Dezember: Die Rauhnächte und das magische Ritual der 13 Wünsche

Die Rauhnächte stehen vor der Tür! Ich würde mich nun wirklich nicht als „abergläubig“ bezeichnen, aber ich merke, dass ich, je näher es auf den Heiligen Abend zugeht,  auf Dinge achte, wie:
– Habe ich noch geliehene Bücher, die zurück müssen?
– Bekommt jemand noch Geld von mir?
– Frisörtermin noch vor den Rauhnächten!
Vor den Rauhnächten: alle Wäsche waschen und wegräumen.
– Sollte ich nicht noch den Keller aufräumen?

Rauhnächte, auch Losnächte (von Los, losen -> vorhersagen) genannt, damit sind die 12 Nächte zwischen dem Heiligen Abend und den Heiligen Drei Königen gemeint. Eine magische Zeit. Eine Zeit, in der die Tore zwischen dem Diesseits und dem Jenseits offen sein sollen. Eine Zeit des Insichgehens, der Vertreibung, der Auflösung, der inneren Reinigung, des Neubeginns und des sich BeSINNens. Eine Zeit, in der wir aufgrund von Zeichen darauf schließen können sollen, wie das Neue Jahr wird. Die Rauhnächte tragen, so sagt man, das ganze folgende Jahr in sich. Jede Nacht steht für einen Monat des Jahres. Die erste Rauhnacht ist die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember und steht für den Januar.

In den Rauhnächten kämpft das Chaos mit der Ordnung. Schlechte Energien gegen die guten. Und wenn ich zum Beispiel den Keller nicht noch aufräume, verfangen sich die schlechten Energien in der Unordnung und bleiben das ganze Jahr 2020.

An den 12 Tagen wurde früher nicht gearbeitet, es wurde gefeiert und das Familienleben in den Mittelpunkt gestellt. Wer in dieser Zeit eine Tür knallt(te), muss(te) mit Blitz und Donner rechnen. Wer weisse Wäsche raushängt, den kann der Tod eines Angehörigen treffen (weisse Wäsche -> Leichentuch). Und wer sich die Haare in diesen Tagen schneiden lässt, den werden im neuen Jahr Kopfschmerzen plagen.

Wer diese Rauhnächte mit der entsprechenden inneren Haltung begeht, sich einlässt auf diese Zeit, kann über Träume, Meditationen, Eingebungen, Ideen und Begegnungen Lösungen zu aktuellen Situationen und Herausforderungen erhalten.

Wenn jede Nacht für einen ganzen Monat steht und Träume, Begegnungen, Gedanken (z.B. in der Meditation) so weitreichend sind, dann macht es Sinn, aufzuschreiben, was uns auffällt, was uns beschäftigt. Und am Ende eines jeden Monats – und am Ende des Jahres – lesen wir, was uns in der jeweiligen Nacht umgetrieben hat und können vergleichen mit dem, was dann wirklich in dem Monat passiert ist.

Ganz frisch, Ende November diesen Jahres, ist zu dem Thema Rauhnächte ein inhaltlich und gestalterisch wunderschönes Buch erschienen:

Es ist nicht einfach nur ein Buch, sondern ein WORKBOOK, ein persönlicher Begleiter durch die Rauhnächte. Und dann auch ein Nachschlagewerk für das kommende Jahr!

Noch ist Zeit, dieses Besuch zu besorgen. Frau Degenhardt (Friedrichstraße 14) hilft Euch da sicher gerne schnell und unkompliziert weiter.

Und wer sich nicht in der Tiefe mit den Rauhnächten beschäftigen möchte, der kann ja mit ein paar kleinen Ritualen starten.

Wer gerne meditiert oder jetzt damit beginnen möchte, richtet sich einen Platz im Haus ein und nutzt die Rauhnächte, in denen die Meditation besonders wirkungsvoll sein soll.

Zündet in jeder Rauhnacht für diese jeweilige Nacht eine Kerze oder ein Teelicht an. Lasst die Kerze oder das Teelicht in dieser Nacht (sicher!) ausbrennen.

Ich habe in den letzten Jahren viel über die Rauhnächte gelesen und ein Brauch hat mir besonders gefallen. Man schreibt 13 Wünsche auf 13 gleich aussehende Zettel und verbrennt jede Nacht einen. Damit kümmert sich das Universum um die Erfüllung. Die Erfüllung des 13. Wunsches obliegt dann der eigenen Verantwortung.

Bei der Autorin des vorgenannten Buches trägt dieses Ritual den Namen ‚Das magische Ritual der 13 Wünsche‘. Und bei ihr ist die Vorgehensweise etwas anders, als ich es bisher kannte und praktiziert habe. Also in diesem Jahr nach Annett Hering:

Nehmt 13 leere, gleich große Zettel des gleichen Papiers.
Schreibt auf jeden Zettel einen Wunsch für 2020. Annett Hering gibt noch einen guten Hinweis zur Formulierung der Wünsche. „Schreibt nicht „Ich wünsche mir Gesundheit.“, sonder schreibt „Ich bin gesund“.
Legt alle Zettel zusammengefaltet in eine Dose, in ein Glas, in eine Schatulle.
Zieht jeden Abend, jede Nacht einen Zettel und verbrennt diesen im Freien, in einer feuerfesten Schale, OHNE ihn nochmal gelesen zu haben.
Durch das Verbrennen gebt Ihr diesen Wunsch an eine höhere Instanz ab.
Beobachtet, WIE der Zettel mit dem Wunsch verbrennt. Schnell, langsam, ….. . Welche Gefühle kommen beim Verbrennen in Euch hoch?
Am Ende der Rauhnächte habt Ihr einen Zettel übrig. Den müßt Ihr natürlich nochmal lesen. Die Erfüllung dieses Wunsches liegt ganz in EURER Hand und Verantwortung.

Schön auch noch die Alternative von Annett Hering, die 13 Wünsche auf Lorbeerblätter zu schreiben, diese dann in Papier einzuwickeln, um sie so zu verbrennen. Sie erklärt dazu, „dass Lorbeer eine magische Pflanze ist, mit der man die innersten Kräfte und Rituale unterstützt“.

Ich freue mich in diesem Jahr ganz besonders auf die Rauhnächte. BeSINNliche Tage! – BeSINNliche Vorweihnachtszeit! – BeSINNliche Festtage!
Eure Ute

Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 10. Dezember: Tibetische Übung gegen schlechte Energien

Das Jahresende naht. Wir nehmen uns Zeit, über das Vergangene nachzudenken und daraus Schlüsse für das kommende Neue zu ziehen. Was wünschen wir uns? Was möchten wir nicht mehr? ….
Wir wollen am liebsten frisch, glücklich, neu und positiv in 2020 gehen.

Ich-Kalender 2019, Vision Creativ-Verlag

Ein guter Zeitpunkt, mit einer Übungsreihe zu beginnen, die aus Tibet überliefert ist und uns von negativen Energien befreien soll. Da tibetische Mönche den Körper als Heimat der Seele verehren, ist eines ihrer großen Bestreben, diesen Körper möglichst lange fit und gesund zu erhalten. Und so haben sich uralte Naturheilverfahren etabliert. Viele dieser Naturheilpraktiken habe ihren Weg von Tibet aus nach Russland gefunden. Dort werden sie bis heute bewahrt. In der November-Ausgabe der NATUR & HEILEN stellt ein russischer Naturheilkundler sieben Verfahren vor, die für ein kraftvolles Leben voller Energie und Ausgeglichenheit sorgen sollen.

Falls Ihr Euch jetzt fragt, welchen negativen Energien denn wohl Mönche ausgesetzt sind, die in der Abgeschiedenheit leben, zählt der vorgenannte Artikel folgende auf: Kommunikation mit Menschen außerhalb des Klosters, Klosterbesucher mit ‚unreinen‘ Energien, Naturkatastrophen (wie Erdbeben), die chinesische Besatzung. Adaptiert auf unser Leben sprechen wir von Stress, Überstunden, Mobbing, Konkurrenzkampf, Doppelbelastung, Neid, Misserfolg, Beleidigungen, Streit, Wut, und vielem anderen mehr.

Einer der sieben Tipps passt für mich besonders gut  in diese Zeit. Und von daher möchte ich Euch diesen heute vorstellen:

Dreiteilige Übung zur Körperreinigung gegen negative Energien
(Finger sind die ganze Zeit ineinander verschränkt):

Teil 1:
Stand.
Füße schulterbreit geöffnet.
Knie leicht gebeugt.
Arme hängen entspannt.
Finger sind  ineinander verschränkt.
Handinnenflächen zeigen nach oben.
10 Sekunden (nach 2 bis 3 Wochen auf 15 Sekunden ausdehnen) lang durch die Nase einatmen und währenddessen die Arme langsam nach oben über den Kopf führen; auf Brusthöhe werden die Handinnenflächen nach außen gedreht.
Am Ende der Ausatmung sind die Arme durchgestreckt und der ganze Körper ist nach oben langgezogen; Halswirbelsäule in die Länge ziehen, bis der Kopf die maximale Höhe erreicht hat. Füße stehen fest am Boden.
„Durch die Streckung von Körper und Hals wird der Energielauf in den Meridianen angeregt, sodass negative Energien den Körper leichter verlassen können.“

Teil 2:
Vorbeuge horizontal nach vorne (rechter Winkel zwischen Ober- und Unterkörper).
Handinnenflächen zeigen immer noch nach außen.
Rücken und Arme maximal nach vorne strecken.
Für 10 Sekunden verweilen.
Langsam über 10 Sekunden durch die Nase ausatmen.

Teil 3:
Der Oberkörper fällt locker nach unten.
Finger sind immer noch ineinander verschränkt und Handinnenflächen zeigen weiterhin nach außen.
Hände berühren den Boden. Handinnenflächen zeigen zum Boden.
Tief durch die Nase einatmen  – schnell und kräftig durch den Mund ausatmen.
Dabei stellt Ihr Euch vor, Ihr reißt Euch ein schmutziges Hemd vom Körper und werft es auf den Boden.
„Danach betet Ihr in Gedanken die Erde an und bittet sie, das imaginäre Hemd anzunehmen und zu verbrennen.“
In der Vorbeuge verweilen.
Weitere 3 bis 5 Atemrunden durch die Nase ein- und ausatmen.
„Lassen Sie dabei die Erde weitere negative Energien aus dem Körper aufnehmen.“

Neu mit Teil 1 beginnen. Am bestens abends praktizieren. 6 – 9 Wiederholungen. Bei Bedarf auch mehr.
Das Gebet an Mutter Erde wird nur am Ende der ersten Runde ausgeführt.
„Danach fühlt man sich ruhiger, ausgeglichener und glücklicher.“ Das Energielevel ist angehoben. Schlechte Energien haben den Körper verlassen.
Nach der letzten Wiederholung bedanken sich die Mönche mental bei Mutter Erde.

Ich wünsche Euch viel Erfolg mit dieser tollen Übung. Möge sie Euch helfen, be-FREI-ter, leichter, kraftvoller ins neue Jahr zu gehen.

Herzensgrüße.
Eure Ute

Quelle: NATUR & HEILEN, Ausgabe 11/2019, Seite 20 ff.

Kapalabhati – Energie für den Körper, Power für den Tag & Ruhe für den Geist

In der vergangenen Woche haben wir uns in allen Kursen mit Kapalabhati beschäftigt. Da diese Technik für einige neu war, löse ich hiermit mein Versprechen ein, Euch diese Atemtechnik nochmal im Detail näher zu bringen. So nah, dass Ihr die Technik auch zu Hause problemlos anwenden und ‚trainieren‘ könnt.

Kapalabhati ist eine Reinigungs- und Atemtechnik. Kapala ist der vordere Schädel – bhati heißt Licht, Glanz, leuchten, hell erscheinen lassen.

Kapalabhati verhilft uns zu einem Energiekick und hält gleichzeitig das Gedankenkarussell an.

Quelle Foto: Kurt Fegers

Durch die kräftigen Bewegungen der Bauchdecke wird viel Energie im Körper erzeugt. Energie steigt ihrer Natur nach hoch, in den Kopf, und daher kommt der Name Schädelleuchten. Die Energie kann ein ‚lichtes‘ Gefühl im Kopf erzeugen.

Kapalabhati wird z.B. als eigenständige Yoga-Praxis eingesetzt oder als Vorbereitung für die Meditation (–> Grundstille!).
Liegt ein anstrengender Tag vor Euch, die Power aber fehlt, dann praktiziert morgens Kapalabhati. – Und der Tag kann kommen!
Kommt Ihr abends erschöpft nach Hause und sehnt Euch einfach nur nach Ruhe im ‚Kopfkino‘, dann praktiziert Kapalabhati. – Und der Gedankenstrom wird unterbrochen.

Kapalabhati
–  reinigt die Atemwege (Bronchien, Alveolen, Luftröhre,
Nasendurchgänge,
Nebenhöhlen)

   –> gut bei (Heu-)Schnupfen und chronischen Entzündungen der
        Nebenhöhlen
–  verbessert die Atemfunktion
–  aktiviert den Stoffwechsel
–  belebt Milz, Leber, Bauchspeicheldrüse, Bauchmuskulatur
–  regt die Verdauung an
–  regt die Gehirntätigkeit an/Erfrischung des Geistes
–  regt den Kreislauf an
–  hebt die Stimmung
–  beseitigt geistige und emotionale Spannungen

Was passiert körperlich bei Kapalabhati?
Vermehrtes Abatmen von CO2 führt zu einem zeitversetzten Einatemimpuls.

Wann ist Kaphalabhati kontraindiziert?
–  bei Ohrenleiden (z.B. Ohrensausen)
–  bei Augenleiden (z.B. Netzhautablösung)
–  bei einem Lungenemphysem
–  bei einer labilen Psyche
–  bei Schwindel, Drehschwindel

Die Hatha-Yoga-Pradipika, eine Hatha-Yoga-Schrift, besagt:
„Ein schnelles Prakizieren von Recaka (= Ausatmung) und
Puraka
(= Einatmung), wie Leeren und Füllen des Blasebalgs
eines Schmieds, wird Kapalabhati genannt, bekannt als der
Zerstörer von Krankheiten, die durch zu viel Schleim
entstanden sind.“
(Vers II, 36)

Ausführung:
– meditative Sitzhaltung
– Nasenkännchen (jala neti) oder Nase schnäuzen
– Bauchdecke völlig entspannt halten
– Einatmung (ca. 2/3 des Atemvolumens)
– kraftvolles schnelles Ausatmen (Nase!) bei gleichzeitigem, HORIZONTALEM
Zurückwerfen der Bauchdecke (Richtung Wirbelsäule!)
– der Atem strömt zwischen den Kapalabhati-Stößen passiv, reflexhaft
wieder ein
– eine Runde endet mit einer langen Ausatmung (Nase!)
– Atembetrachtung

– Anfänger:             10, 20, 30, 40 Stöße pro Runde, 3 – 5 Runden
– Fortgeschrittene:  bis 120 Stöße pro Runde, Anzahl Runden
eigenverantwortlich

Hinweise:
– wer sich psychisch nicht stabil fühlt, wer traurig, „schlecht drauf“ ist,
sollte auf jeden Fall eine ausgleichende Atemtechnik wählen

– Oberkörper/Schultern soll(en) nicht hüpfen
– Bauchdecke bei der Ausatmung nicht nach vorne stülpen, werfen
– die Bewegung der Bauchdecke erfolgt horizontal
– wenn der Ton schwächer wird, oder die Bauchdecke sich nicht mehr
rhythmisch bewegen läßt, aufhören oder die Anzahl der ‚Schnauber‘
sowie Anzahl der Zyklen verringern
– sollte Schwindel auftreten, einfach aufhören, Bauchatmen!

Vorbereitende Übungen:
z.B. Bauchatmung und jede Form der Schulterbrücke

Bei Fragen, fragen! Schreibt gerne eine Mail oder ruft mich an. Oder sprecht mich vor oder nach den Yoga-Stunden an.

Herzensgrüße. Eure Ute

Buchempfehlung zur Ferienzeit

Geht es Euch auch so? Ihr stellt Gewohnheiten, Verhaltensweisen fest, die Ihr gerne abstellen, ändern möchtet und nach kurzer Zeit seid Ihr wieder in den alten Mustern? Auf der anderen Seite wünscht Ihr Euch mehr Glücksgefühle?! Durch neue Verhaltensweisen! – Sei es täglich zu meditieren, das Intervallfasten in die Essgewohnheiten zu integrieren, morgens vor der Arbeit zu joggen, mit dem Rauchen aufzuhören, oder … oder … oder!

Die alten Muster sind wie geteerte Straßen. Alles, was von Geburt an ein gutes Gefühl in uns ausgelöst hat, sorgte für Pfade „das ist gut für mich“ direkt zu unseren Glückhormonen. Gleiches galt für negative Gefühle. Bereits mit dem 7. Lebensjahr sind die Schaltkreise aufgebaut.

Gute Gefühle haben sich in unserer Kindheit entwickelt, damit wir Dinge tun, die das Überleben sichern.

Wir können jederzeit neue neuronale Pfade anlegen. Diese Pfade sind gegenüber den geteerten Straßen aber nur zarte Fußtritte. Für den Stromfluss im Gehirn ist es immer einfacher, die geteerten Straßen entlang zu rauschen. Für die zarten neuen Wege braucht es mehr Aufwand. Der Weg ist noch holprig. Warum kompliziert, wenn’s auch einfach geht?! Also fallen wir wieder in die alten Muster.

Über den sogenannten Kortex speichern wir unsere Erfahrungen. Er ist quasi das Sammelbecken all unserer Erfahrungen. Ohne jegliche Struktur.
Das limbische System ruft dann zu der jeweiligen Erfahrung das entsprechende Gefühl hervor.

Glückshormone entstehen übrigens schon, bevor sich etwas erfüllt, was unser Leben sichert. Beispiel: Ihr habt richtig Lust auf Eis. Die Glücksgefühle setzen nicht erst ein, wenn Ihr das Eis esst, sondern schon auf dem Weg in die Eisdiele.

Die Autorin, Dr. Loretta Graziano Breuning, verspricht, dass wir innerhalb von 45 Tage neue Angewohnheiten ausbilden können, wenn wir nur jeden Tag das neue Verhalten wiederholen. Ohne auch nur einen Tag Pause zu machen.

In diesem Buch erfahren wir alles über die Botenstoffe, die die Glücksgefühle in uns erzeugen. Wie wirken die Glückshormone Dopamin, Serotonin, Endorphin und Oxitocin? Können wir biochemische Prozesse im Körper aktiv beeinflussen und wenn ja, wie geht das? Wie beeinflussen wir unsere Hormone, um das Gehirn dauerhaft auf Happyness einzustellen?

‚Die Chemie des Glücks‘ ist übrigens auch ein Arbeitsbuch. Pläne für neue Verhaltensweisen werden erarbeitet.

Das Buch ist sehr spannend. Es zeigt ganz klar, wie abhängig wir von der Chemie in unserem Körper sind. Wir können uns noch so viel Neues, noch so viele Veränderungen vornehmen, die Hormone bestimmen, was daraus wird.
Mit viel Disziplin können wir es dann trotzdem schaffen: 45 Tage ….. jeden Tag das gewünschte Verhalten wiederholen …… ohne einen Tag Pause …. und schon haben wir die zarten Pfade in geteerte Autobahnen verwandelt.

Ein tolles Buch. Dickes ‚Daumen hoch‘ von mir!

Herzensgrüße.
Eure Ute

Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 18. Dezember: Tolles Geschenk und dann auch noch für den guten Zweck!

Ihr sucht noch eine kleine oder größere Kleinigkeit für Weihnachten oder zum Jahreswechsel?

Ich habe im letzten Jahr zum Geburtstag eine Solarlaterne im Einmachglas geschenkt bekommen. Zuerst konnte ich garnichts damit anfangen und das Geschenk wanderte in den Keller. Im Frühjahr diesen Jahres fiel es mir in die Hände und ich beschäftigte mich erstmals richtig damit. Und war begeistert.

Ein bißchen Deko in die Glaslaterne und schon hatte ich einen tollen Begleiter durch das Jahr.

Bei diesem Sonnenglas Classic handelt es sich um ein Fair Trade-Projekt aus Südafrika. – Entwickelt als Lichtquelle für Menschen in Gebieten ohne Strom.

Bis heute konnten so in Johannesburg 65 Vollzeitstellen geschaffen werden.

Das Kultprodukt aus Südafrika hat inzwischen auch den Weg bis zu uns geschafft.

Was macht das Glas so besonders?
Hochwertige Handarbeit
Spart Energie
Schont die Umwelt
2 Jahre Garantie
Nachhaltig, ökologisch
Neues „Infit“ nach Lust & Laune, nach Jahreszeiten, ….

Mich hat das Glas von Frühjahr bis Herbst jeden Abend auf der Terrasse begleitet. War „Star“ beim Grillen. Und treuer Begleiter beim nächtlichen Schneckeneinsammeln im Garten. 🙂 Und auch jetzt im Winter, wenn ich morgens meinen Milchkaffee dick eingepackt draußen auf der Terrasse genieße – oder auch mal einen Glühwein 🙂 – dann steht das Glas draußen und wartet auf seinen Einsatz.
Das Licht ist nicht etwa eine „Funzel“, nein, es ist eine wirklich gute Lichtquelle.

Mir macht das Glas viel Freude und ich kann kaum erwarten, ab Frühjahr wieder viel Zeit auf der Terrasse zu verbringen und immer eine schöne Lichtquelle zu haben. Tagsüber lädt die Solarlampe auf und abends strahlt die Glaslaterne. Für’s Aufladen reicht auch winterliches Tageslicht. Meine Glaslaterne ist in den letzten 9 Monaten nicht einmal „ausgefallen“.

Hier zu bestellen. Preis: 29,90 € zuzüglich Versand.
Achtung: es gibt inzwischen einige Plagiate. ……

Zur Weihnachtszeit läßt sich das Glas natürlich ganz zauberhaft schmücken.
Auch zum Jahreswechsel fällt Euch für das Innenleben sicher so Einiges ein.

Die Glaslaterne macht sich übrigens auch drinnen super.

Strahlende Grüße!
Eure Ute

Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 4. Dezember: Ingwer-Shot


Wie gesund Ingwer ist und was er alles bekämpft, darüber habe ich in meinem Blog schon öfter geschrieben. Von Vorbeugung gegen Erkältung,  über Immunsystem-Booster und natürlichem Schmerzmittel bis hin zu zellschützenden Kräften, kann die Knolle an vielen Fronten helfen. Nicht umsonst steht in der GANDIVA YOGA-Lounge vor jedem Kurs frisch gekochte Ingwerwurzel als Tee.

Natürlich gibt’s Ingwer-Shots auch im Supermarkt und in Saftbars. Aber warum viel Geld für etwas bezahlen, von dem man noch nicht einmal die exakten Zutaten und Inhaltsstoffe kennt?! Oft ist auch viel zu viel Zucker drin!

Auf eatsmarter.de habe ich ein tolles Rezept – und noch einen praktischen Tipp dazu – gefunden:

Für 7 Shots:
100 gr. BIO-Ingwer
2 – 3 BIO-Zitronen
2 Eßl. Honig, Dattelzucker oder Ahornsirup

  • Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden
  • Zitronen auspressen
  • Ingwerwürfelchen und den Zitronensaft in ein hohes Gefäß füllen
  • Honig, Dattelzucker oder Ahornsirup nach Geschmack hinzugeben
  • Mit einem Pürierstab zu einer gleichmäßigen Masse verarbeiten

T I P P:  Wer die Ingwer-Shots für einen längeren Zeitraum vorbereiten möchte, kann den Sud in Eiswürfelbehälter geben und einfrieren. Die Eiswürfel tauen bei Zimmertemperatur recht schnell auf.

Auf die Gesundheit! Kommt gut durch die Erkältungswelle!
Herzensgrüße.
Eure Ute

Hormon YOGA -Therapie für die Menopause – welch Segen für uns Frauen!

Mitte Mai 2018. Donnerstagmorgen, 08:15 Uhr. Ich bin seit einer Nacht in Berlin und betrete äußerst gespannt den Seminarraum in einer Tai Chi-Schule in Berlin Kreuzberg. Dinah Rodrigues ist schon da und auch der deutsche Hormon YOGA-Coach Birgit. SEHR herzlich die Begrüßung. Ich bin sehr glücklich, hier sein zu können. Dinah sieht man die 91 Jahre nicht an. Sie würde locker für Anfang 70 durchgehen. Tolle Ausstrahlung – ganz viel Ruhe, gepaart mit vor Lebensfreude funkelnden Augen und Power ohne Ende. 19 Teilnehmerinnen – 11 Nationalitäten. Seminarsprache Englisch.
Wer hier angereist ist, hat bereits den ganzen Januar mit Hormon YOGA-Theorie verbracht und einen aus über 100 Fragen bestehenden schriftlichen Test bestanden. Auch die Übungen sind kein Neuland mehr.

Nach warmen, einleitenden Worten geht es los. Wir werden mit den grundlegenden Techniken im Hormon YOGA en detail vertraut gemacht, sechs Aufwärmübungen, die den Körper auf die tägliche Übungsreihe vorbereiten, folgen. Die tägliche Übungsreihe gliedert sich in 14 Teile. Abschließend praktizieren wir drei Pranayama-Übungen gegen Stress, gefolgt von zehn weiteren Antistress-Übungen. Stress senkt den Hormon-Spiegel. Daher sind die Anti-Stress-Übungen elementar bei durch Hormonschwankungen ausgelösten Symptomen.
Die 13 Übungen gegen Stress werden später zeitlich unabhängig von den Aufwärmübungen und der Übungsreihe praktiziert. Wenn wir unterrichten, suchen unsere Schülerinnen sich ein Pranayama aus sowie eine Antistress-Übung für die Praxis Zuhause. Gelernt und gelehrt werden ALLE.

Die Abfolge und Ausführung der Übungen (Aufwärmübungen + tägliche Übungsreihe) ist genau festgelegt und wird immer und immer wieder in dieser Abfolge praktiziert. Wir brauchen den ganzen ersten Seminartag, um die komplette Übungsreihe inklusive der Antistress-Übungen durchzugehen. Die Übungen sind fordernd, kosten Kraft. Schnelles Tempo. In fast allen Übungen werden drei Dinge parallel praktiziert: ein Asana (Körperhaltung), Bhastrika (aktivierende Atemtechnik) und Energielenkung. Disziplin und absolute Detailgenauigkeit werden gelehrt und in der Umsetzung erwartet. Mit einer gewissen Strenge erwartet, die mich an meine Oma erinnert, die eine sehr toughe Frau war, ein kleiner Feldwebel.

Der nächste Morgen beginnt erneut mit der Praxis der ganzen Serie. Statt des ganzen Tages brauchen wir nur noch knapp 1,5 Stunden für einen Durchgang. Mir ist nach einer Auszeit. Ich höre Dinah jedoch sagen: Once again! Okay, auf ein Neues! Nach zwei Runden sind alle erschöpft. Am dritten Tag wendet sich das Blatt: die Übungsreihe kostet nicht mehr Kraft, sondern spendet Power! Aus der Anstrengung wird purer Spaß. Ich bin hellauf begeistert. Was für ein Geschenk für uns Frauen. Hormon YOGA ist Hilfe zur Selbsthilfe. – Anleitung zu mehr Gesundheit, Vitalität, Lebensfreude, Beweglichkeit, Energie. Hilfe zur Selbsthilfe, möglichst symptomfrei durch die Wechseljahre zu kommen. – Auf natürlichem Wege, ohne Medikamente!

Diese Fortbildung war eindeutig die forderndste, anstrengendste und strengste in meinem bisherigen Leben. Aber auch die Bereicherndste!

Eure Ute

Hormon-YOGA

Mit Hormon-YOGA ausgeglichener und vitaler durch die Wechseljahre!



Was ist Hormon-YOGA?
Hormon-YOGA ist eine natürliche Methode die hormonelle Balance zu erhalten, bzw. wieder herzustellen.
Hormon-YOGA ist ein ganzheitliches System, eine sehr energetische Yogaform, die Elemente aus dem Hatha YOGA und aus dem Kundalini YOGA (nach Swami Sivananda) mit tibetischer Energielenkung verbindet.
Hormon-YOGA beinhaltet sehr dynamische, fordernde Übungen – Asanas (Körperhaltungen), Atemtechniken, Energielenkung – die den körperlichen Hormonspiegel wieder anheben sollen. Hormon-YOGA wird oft nur im Zusammenhang mit den Wechseljahren gesehen, kann jedoch auch sehr hilfreich bei Menstruationsbeschwerden und unerfülltem Kinderwunsch sein.
Hormon-YOGA ist eine natürliche Alternative zu Hormon-Ersatztherapien. Hormon-Ersatztherapien sind immer wieder in der Kritik, Brustkrebs und Thrombosen zu begünstigen.

Die ‚Entwicklerin‘
Dinah Rodrigues, geboren 1927 !!!!!, Psychologin und diplomierte Philosophin aus Sao Paulo, Brasilien, lehrt seit über 40 Jahren YOGA, hat 1992 die hormonelle YOGA-Therapie entwickelt. Parallel zur Entwicklung dieser Therapieform hat sie wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit in Auftrag gegeben.

Dinah Rodrigues reist durch die ganze Welt und bildet YOGA-LehrerInnen in Hormon-YOGA aus. In wenigen Tagen ist es soweit: Dinah ist in Berlin! Sie nimmt 20 – 25 YOGA-LehrerInnen für diese rund einwöchige Fortbildung an. Ich gehöre zu den Glücklichen, die einen Platz bekommen haben.

Das heißt aber leider auch: Von Mittwoch, dem 16. Mai, bis Samstag, den 19. Mai, fallen die Kurse aus! Eine entsprechende Info hat jede GANDIVA YOGA-Yogini und jeder -Yogi per Mail erhalten.

NEU!!!!! +++ Ab Spätsommer Hormon-YOGA-Kurse in der GANDIVA YOGA-Lounge +++ 

Wie wirkt Hormon-YOGA?
Hormon-YOGA reaktiviert und steigert die Hormon-Ausschüttung, verlängert die Fruchtbarkeit und verbessert das Körpergefühl. Die spezielle Übungsreihe wirkt gezielt auf die hormonproduzierenden Drüsen im weiblichen Körper: Schilddrüse, Hypophyse (Hirnanhangdrüse), Eierstöcke. Die Atemtechniken machen die YOGA-Übungen noch dynamischer, massieren die inneren Organe, aktivieren eigene Energien sowie den Stoffwechsel.

Durch die regelmäßig praktizierte hormonelle YOGA-Therapie kann der Hormonspiegel in 4 Monaten um 254 % erhöht werden.*

Hormon-YOGA und Wechseljahresbeschwerden
Begleiterscheinungen der Wechseljahre können sein:

Hitzewallungen
Gelenkbeschwerden
Kopfschmerzen
Haarausfall
Trockene Haut
Innere Unruhe bis depressive Verstimmungen
Gereiztheit
Lustlosigkeit
Schlaflosigkeit
Müdigkeit
u.a.m.

Begleiterscheinungen, wie die vorgenannten, sind auf das Absinken des Hormonspiegels, auf die Hormonschwankungen, zurückzuführen. Die Hormon-YOGA-Übungen können diese Symptome bei regelmäßiger Praxis (!) reduzieren bis auflösen**.

Stress und hormonelle Dysbalancen
Stress wirkt sich negativ auf hormonelle Dysbalancen aus. Entspannungsübungen sind fester Bestandteil der Hormon-YOGA-Behandlung.

Herzensgrüße
Eure Ute

*   siehe Dinah Rodrigues, HORMON-YOGA, Schirner Verlag, Seite 47
**    siehe Dinah Rodrigues, HORMON-YOGA, Schirner Verlag, Seite 33

HAPPY GARDENER No9 – Wie Ärgern zum Erfolg führt! :-)


Endlich ist es wieder soweit: wir können uns nach Herzenslust im Garten austoben. Die letzten Zeichen des  Winters vertreiben, die ersten Schmetterlinge und Hummeln begrüßen, mit den Händen in der Erde wühlen, Farbe in den Garten bringen und im Haus die ersten Gemüsepflanzen ziehen. Und so habe auch ich die Fensterbänke voll mit Eierkartons, aus denen hoffentlich bald kräftige Tomatenpflanzen erwachsen.

Immer auf der Suche nach Tipps, wie die Tomaten noch besser, kräftiger, gesünder wachsen, stieß ich auf einen interessanten Artikel *.

Hier beschreibt Jürgen Rösemeier-Buhmann wie man durch das Ärgern von Tomatenpflänzchen das optimale Wachstum fördert:

„Den Trick habe ich von einem englischen Gärtner, zunächst sehr skeptisch, habe ich ihn probiert. Und er funktionierte: Die Tomatenpflanzen sollte man zwei, drei Mal am Tag „ärgern“. Ja richtig. Man sollte sie einfach mehrmals mit dem Zeigefinger leicht schütteln, dann wachsen sie besser. Sie werden kräftiger und größer. Was ich mir nicht erklären konnte, aber auch sonst nirgends las, hat mir ein Agraringenieur erklärt. Durch die Bewegung – geht auch wunderbar mit dem Ventilator – entstehen Mikrorisse in den Zellwänden der Triebe, die die Pflanze mit Lignin auffüllt. Lignin sorgt beispielsweise bei Bäumen für die Verholzung der Zellen, somit letztlich für Stabilität zuständig. Und eben das machen auch Tomaten. Sie schütten den magischen Stoff aus und werden so stabil und kräftig.  ….. Das Ärgern funktioniert auch bei allen anderen selbstgezogenen Pflanzen (ich mache es auch an Paprika, Chili, Auberginen) und wird das mit dem Ventilator gemacht, dann diesen einfach für ein paar Minuten mit gebührendem Abstand auf die Pflanzen richten.“

Und so warte ich nun jeden Morgen darauf, dass meine Tomatenpflänzchen groß genug sind, um von mir mehrmals täglich liebevoll „geärgert“ zu werden.

Probiert’s aus. Und berichtet, ob es klappt. Ich freue mich auf Euer Feedback.

HAPPY GARDENING!

Eure Ute

* www.muhvie.de:
„Tomaten aus Samen selber ziehen: Einfache Anleitung für unverfälschten Genuss“

14. April, ab 15:30 Uhr: Verwöhnzeit für die Füße. – HAPPY FÜßE-Workshop!

Bei vielen Menschen sind die Füße absolute Stiefkinder. Pflege oft nur so viel, wie absolut notwendig. Massagen, Fußbäder und Übungen zur Erhaltung der Fußgewölbe – und somit der Fußgesundheit – meist Fehlanzeige. Als mir eine Ärztin vor Jahren mal erzählte, dass sie täglich mit sehr traurigen Zuständen von Füßen konfrontiert sei, konnte ich mir das kaum vorstellen. Gespräche im Freundes- und Bekanntenkreis zu dem Thema führten dann aber auch zu überraschenden Ergebnissen. Kaum jemand mag seine Füße wirklich. Eine gute Bekannte meinte sogar, sie würde für keinen Preis der Welt ihre Füße „nackig“ machen. Füße sind meist ungeliebt und unbeachtet.

Dabei sind unsere Füße DAS Fundament unseres Bewegungsapparates. Wie stabil wir stehen, hat Auswirkungen auf den ganzen Körper, auf alle Gelenke. Wenn die Muskulatur verkümmert, Knochen sich verschieben, dann geht Stabilität, Flexibilität, Kraft und Belastbarkeit für den ganzen Körper verloren. Mögliche Folgen: Kopfschmerzen und Migräne, verspannte Nacken- und Schultermuskulatur, Knie-, Hüft- und Rückenschmerzen, die leider oft in Arthrose und später in Arthritis münden.

Füße sind von der Anatomie her wahre Meisterwerke. Leonardo da Vinci hat sich bei seinen Brückenkonstruktionen an der Anatomie des menschlichen Fußes orientiert!

80 % der Bevölkerung leidet unter Fehlstellungen der Füße. Zudem naht die Urlaubszeit. Schwimmbäder und Strände locken. Zeit, JETZT etwas für unsere Füße zu tun!

„Happy Füße (:-)“ rückt unsere Füße endlich gebührend in den Vordergrund.

Inhalte dieses 4-stündigen Workshops:

Praxis:
–   Mobilisierungs- und Massage-Techniken für unsere Füße
–   Massage mit der ayurvedischen Kaash-Fußmassageschale

Theorie:
–   Wie gehen wir richtig? Wie stehen wir richtig?
–   Welche Fehlstellungen der Füße gibt es
–   Wie, wodurch entstehen diese Fehlstellungen?
–   Wie können wir vorbeugen?
–   Was tun, wenn bereits eine Fehlstellung vorliegt?
–   Barfußgehen
–   Tipps für den Alltag

Die Kaash-Fußmassageschale:
Den Namen hat die Kaash-Schale von dem Metallgemisch, aus dem sie hauptsächlich besteht: Kupfer und Zinn. Kupfer sagt man eine Linderung bei schweren Beinen nach, eine harmonisierende Wirkung auf den Wärmehaushalt des Körpers und einen positiven Einfluss auf das Immunsystem.

Was kann die Massage der Fußsohlen mittels einer Kaash-Schale bewirken?

  • Entspannung von Körper & Geist
  • Stärkung, Flexibilisierung und Harmonisierung der Fußmuskulatur
  • Einen positiven Effekt auf Stauungen in den Blutbahnen
  • Der Kreislauf wird angekurbelt
  • Taubheitsgefühlen in den Füßen wird entgegengewirkt
  • Positive Wirkung auf die Sehkraft
  • Bei sommerlicher Hitze leicht kühlende Wirkung (Pitta ausgleichend)
  • Im Winter gut gegen kalte Füße 🙂
  • Verbesserung der Schlafqualität

Lust, unsere Füße gemeinsam zu „feiern“?

Der nächste HAPPY FÜßE-Workshop findet am 14. April statt.

Beginn: 15:30 Uhr

Dauer: ca. 4 Stunden

Teilnehmerzahl: Mindestens 6, maximal 12 TeilnehmerInnen.

Preis: 60 € pro Person.

Bitte mitbringen: Gästehandtuch, Handtuch, 1 Seidenstrumpf, Block & Stift.

Anmeldungen bitte schriftlich per Mail bis 08. April!

Ich freue mich auf die Zeit mit Euch! Und Euren Füßen! 🙂

Eure
Ute

Kranke Füße – kranker Körper / Workshop HAPPY FÜßE am 14. März!

98 % aller Menschen kommen mit gesunden Füßen auf die Welt. 60 – 80 % aller Mitteleuropäer haben Probleme mit ihren Füßen. Dazu gehören Fehlstellungen und Schmerzen. Den größten Teil dieser Beschwerdebilder haben wir unserer modernen Lebensweise zu verdanken. Entweder machen wir viel zu viel Sport oder wir leben nahezu auf dem Sofa. Beim Schuhkauf beschummeln wir uns selbst und kaufen meist zu kleine, zu enge Schuhe. Und wenn wir es im wahrsten Sinne des Wortes auf die Spitze treiben, tragen wir regelmäßig High Heels. Wir beugen uns so manchem Modediktat ….. ohne Rücksicht auf Verluste. Hinzu kommt, dass wir unsere Füße fast rund um die Uhr ‚verhüllen‘ und uns selten wirklich um ihr Wohlergehen kümmern.

Dabei sind unsere Füße DAS Fundament unseres Bewegungsapparates. Wie stabil wir stehen hat Auswirkungen auf den ganzen Körper, auf alle Gelenke. Wenn die Muskulatur verkümmert, Knochen sich verschieben, dann geht Stabilität, Flexibilität, Kraft und Belastbarkeit für den ganzen Körper verloren. Mögliche Folgen: Kopfschmerzen und Migräne, verspannte Nacken- und Schultermuskulatur, Knie-, Hüft- und Rückenschmerzen, die leider oft in Arthrose und später in Arthritis münden. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) haben Fingerkuppen und Zehen im Energieleitbahnensystem (Meridiane)  einen ganz besonderen Stellenwert. Hier befinden sich Meridianübergänge, Schaltstellen für die Zirkulation der Energie. YANG-Meridiane übergeben an den Zehen an die YIN-Meridiane. Energetisch betrachtet also ein ganz wichtiger Punkt.

Energie fließt übrigens da besonders gut, wo warme Temperaturen herrschen, also in warmen Füßen. Oft die Realität: Eisfüße! Eisfüße kennen viele Menschen, besonders Frauen. Sind die Füße kalt, ist der Energiefluß gestört. Energien werden ungleichmässig durch den Körper verteilt. Es kommt zu einem Stau in Richtung Oberkörper und damit oft zu Rücken-, Nacken-, Schulterproblemen. Eine gestörte Energieversorgung im Fuß hat negative Folgen für die fein abgestimmte Zusammenarbeit von Sehnen, Bändern, Knochen und Muskeln am Fuß. Wir knicken schneller mal um, bekommen einen Fersensporn, haben undefinierbare Schmerzen in den Füßen, erleiden Ermüdungsbrüche und Deformitäten.

Mit einem gewissen Hintergrundwissen, dem richtigen Stehen und Gehen, mit spielerischen Übungen, dem passenden Schuhwerk, kleinen Massagegriffen, Tipps für den Alltag können wir eine Menge für unsere Fußgesundheit tun und somit die Statik unseres Bewegungsapparates lange und gesund aufrecht erhalten. Auch wenn schon Beeinträchtigungen der Füße vorliegen, es ist nie zu spät, den Füßen – und somit dem ganzen Körper – Gutes zu tun.

Jetzt noch anmelden!

Ich freue mich auf Euch und auf Eure Füße! 🙂

Herzliche Grüße.

Eure Ute

Quelle: Meridiane – Magazin des Intern. Therapeutenverbandes APM n. Penzel und energetische
Medizin, Ausgabe 3. Quartal 2015, Seiten 4 bis 17

* Wer bereits bis Ende 2017 diesen Workshop gebucht hat, bezahlt nur 55 €!

Klangschalen-Massage – Wirkungsspektrum, Ablauf & Preise!

                                                            

Nada Brahma – die Welt ist Klang

Hier nun die versprochene Fortsetzung! 🙂

Wie wirkt eine Klangschalen-Massage?
Beim Anschlagen der Therapie-Klangschale(n) entstehen Vibrationen. Vibrationen sind Schwingungen, die sich von der Klangschale auf den ganzen Körper übertragen, ausbreiten. Je nach Klangschale (Größe, Gewicht, Form, Metallzusammensetzung, Dicke) ist die Schwingung stärker oder sanfter. Die Schwingungen durchlaufen unseren ganzen Körper oder sprechen ganz gezielt eine Körperregion, ein Körperteil an.
Dadurch, dass wir zu einem so großen Teil aus Wasser bestehen, wird die Flüssigkeit in unserem Körper bis in die kleinste Zelle in Bewegung gebracht. – Die Körperzellen massiert! Muskuläre und seelische Blockaden können sich durch die Klangmassage, aufgrund der Vibrationen, lösen. Der gesunde Mensch erfährt Stärkung, neue Kräfte.

Zentrale Wirkung einer Klangmassage mit Therapie-Klangschalen ist die nachhaltige ENTspannung. Der Herzschlag verlangsamt sich. Die Atmung ebenfalls, der Blutdruck sinkt, die Gefäße weiten sich, Wohlgefühl und Gelassenheit machen sich breit. Wobei ganz klar sein sollte, dass bei Krankheit eine Klangmassage den Arzt- oder Heilpraktikerbesuch nicht ersetzen kann. Eine Behandlung mit Therapie-Klangschalen ist immer unterstützend und begleitend.

Eine Klangschalen-Massage (Basisklang-Massage Tiefenentspannung) hat eine ENTspannende Wirkung. Diese Wellness-Klangmassage kann um Elemente erweitert werden, die gezielt spezielle körperliche Beschwerden angehen. Bitte sprecht mich bei Interesse, Bedarf direkt darauf an!

Bei welchen Beschwerdebildern kann eine Behandlung mit Klangschalen helfen?
Beispielsweise bei:
Stress
Kraftlosigkeit
Kopfschmerzen
Nacken- & Schulterverspannungen
Rückenschmerzen
Bluthochdruck
Unterleibsverkrampfungen
Gelenkbeschwerden
Schlaflosigkeit
Tinnitus

+++   ENTspannendes Klangbad, 30 Minuten, 30 €   +++
+++   Klangschalen-Massage zur TiefenENTspannung, 90 Minuten, 75 €   +++
+++   Auszeit XXL mit YOGA & Klang, „Endlich ich!“, 150 Minuten, 125 €
auf Anfrage  +++

+++   Gelenkbehandlung mit Klangschalen – auf Anfrage   +++
+++   Chakrenharmonisierung durch Klangschalen – auf Anfrage   +++

Wie läuft eine Klangschalen-Massage zur TiefenENTspannung ab?
Eine Basis-Klangmassage dauert rund 90 Minuten und beinhaltet folgende Abschnitte:
1. Vorgespräch
2. Kurze Vorführung der Schalen
3. Klangschalen-Massage – ca. 60 Minuten
    Ihr liegt in eine Decke gehüllt (bekleidet) auf einer bequemen Massageliege.
    Die Schalen werden auf dem Körper stehend angeschlagen.
4. Nachruhen
5. Tee, Wasser
6. Kurzes Nachgespräch

Kosten: 75 €

Wie läuft ein ENTspannendes Klang-Bad ab?
Ein Klang-Bad dauert ca. 30 Minuten und findet wie die ‚Klangschalen-Massage zur TiefenENTspannung‘ ausschließlich in Einzelsitzungen statt.
Beim Klang-Bad liegt Ihr (bekleidet) auf einem Luftbett und die Schalen sind um den Körper herum angeordnet.

Kosten: 30 €

Terminabsprache bitte per eMail.

Bei den nachfolgenden Krankheiten/Beschwerdebildern findet die Klangmassage nur nach Absprache mit einem Arzt oder Psychotherapeuten Anwendung:
– Hypotonie (niedriger Blutdruck)
– Asthma Bronchiale
– Herzrhythmusstörungen
– akute Migräne
– starke Depressionen
– Halluzinationen, Wahn, Psychose
– Epilepsie
– Schwangerschaft vor dem 4. Monat
– Krebserkrankungen
– Tragen eines Herzschrittmachers

Ich freue mich, Euch in die Welt der ENTspannenden Klänge begleiten zu dürfen.

Eure Ute

PS: Ich arbeite ausschließlich mit Therapie-Klangschalen von Peter Hess!

Wunderwerk Füße – Was tun bei HALLUX VALGUS? / Nächster Workshop-Termin HAPPY FÜßE am 14. März

Ich werde immer wieder gefragt, was man denn gegen den weit verbreiteten Hallux Valgus tun könne. Hallux steht erst einmal nur für den großen Zeh, für den gesunden großen Zeh. Aber inzwischen ist die Fehlstellung des Großzehs unter dem Namen Hallux in aller Munde. – HALLUX VALGUS. Der Großzeh verschiebt sich immer mehr in Richtung der anderen Zehen. An der Fußinnenseite, am Großzehballen, zeigt sich erstmal nur eine leichte Wölbung, die dann immer mehr einer Beule ähnelt. Der dicke Zeh winkelt sich weiter in Richtung der übrigen Zehen ab. Die Schmerzen nehmen bei Bewegung und in Schuhen immer mehr zu. Nicht selten kommt noch eine Entzündung hinzu.

Durch gezielte Übungen, Barfußgehen und Massagen könnt Ihr Eure Füße gesund erhalten. Und wenn bereits Fehlstellungen vorliegen, kann man immer noch gezielt gegensteuern und das Beschwerdebild verbessern.

Wer mehr darüber wissen möchte: Am 14. März heißt es in der GANDIVA YOGA-Lounge wieder HAPPY FÜßE (:-). Um 17:30 Uhr geht’s los. Vier Stunden Theorie & Praxis. Vom richtigen Stehen und Gehen, über lebendige Theorie, hin zu gezielten Übungen und Massagegriffen. Abgerundet wird dieser Workshop von einer ayurvedischen Massage mit der Kaash-Schale. Jeder Teilnehmer bekommt eine Kaash-Schale (leihweise) zur Verfügung gestellt und massiert unter genauer Anleitung seine Füße mit Ghee (ayurvedischem Butterfett).

Mindestteilnehmerzahl: 6, maximal 12 TeilnehmerInnen
Teilnahmegebühr pro Person: 60 €*

Verbindliche Anmeldungen bitte schriftlich bis 4. März 2018!

Die Monatszeitschrift für gesundes Leben natur & heilen** hat im Oktober letzten Jahres 8 Seiten zum Thema Hallux Valgus gebracht. Ich möchte Euch nachfolgend einige Tipps aus diesem Artikel weitergeben:

Schüßler-Salze zur Stärkung des Bindegewebes:
Schüßler-Salz Nr.  1 Calcium fluoratum D6  +
Schüßler-Salz Nr. 11 Silicea D12  +
Schüßler-Salz Nr. 12 Calcium sulfuricum D6
– je 1 bis 2 Tabletten 2 – 3mal täglich unter der Zunge zergehen lassen

Blutegeltherapie bei Hallux rigidus

Abschwellende Wickel – zum Beispiel mit Retterspitz

Braunscheidt-Verfahren
Anregung von Durchblutung und Stoffwechsel von Muskeln,
Bindegewebe und Gelenken

Gewebe reinigen mit Spagyrik
Ablagerungen im Gewebe werden abtransportiert

Entzündungshemmende Wickel – zum Beispiel mit Quark oder Kohl

Sprecht die Tipps am besten mit Eurem Arzt oder Heilpraktiker ab!

Und wer den ganzen Artikel lesen möchte, ich mache Euch gerne eine Kopie!

Herzensgrüße
Eure Ute
 
*    Wer bis Ende 2017 bereits für den 14. März 2018 gebucht hat, bezahlt nur 55 €.
**   natur & heilen, Ausgabe Oktober 2017, Seite 38 ff.

Nada Brahma – die Welt ist Klang! Von Klängen und Klangmassage!

Wenn die Welt Klang ist, wie die Hindus sagen, dann sind auch wir Klang. Klang ist Schwingung.

Der Mensch besteht zu 60 bis 80 % aus Wasser. Kleinkinder sind eher bei über 80% und mit 80 Jahren sind wir eher unter 60%. Zellen schwingen. Durch die Schwingung entsteht Reibung und durch die Reibung Energie. Und diese Energie braucht die Zelle, um die Power für ihre Funktionen zu haben. Wenn wir verspannt, gestresst, traumatisiert, krank sind, haben die Zellen nicht mehr die ihr ureigene, ursprüngliche Schwingung.

Therapie-Klangschalen sind auf die jeweilige Schwingung von Körperregionen abgestimmt. Der Klang der Therapie-Klangschalen zeigt den aus dem Lot geratenen Zellen wieder wie sie den „richtigen Strom“ bekommen. Der Körper wird zur Selbstheilung angeregt.

Schon in den ältesten indischen Schriften, den 5.000 Jahre alten Veden, ist vom Heilen durch Klang zu lesen. Musik und Klang werden in vielen Kulturen eingesetzt, um Körper, Geist & Seele wieder in Einklang zu bringen oder in Einklang zu halten.
Jeder von uns macht positive und traurige Erfahrungen durch Klang. Denkt an Euer Lieblingslied. Oft setzt es ganze Geschichten wieder frei. Es gibt Lieder mit dem Happy-Effekt. Wir hören sie und sind sofort beschwingt und gut drauf. Dann gibt es Lieder, die uns melancholisch werden lassen, die Tränen in die Augen treiben. Es gibt Musik, die uns total entspannt und es gibt Musik in Filmen, die uns Gänsehaut macht, die Spannung aufbaut. Hitchcock war da Meister. Als Kind habe ich oft schon nach dem Vorspann zu einem seiner Krimis den Fernseher wieder ausgeschaltet, weil die Musik mir Angst machte. 🙂

Hier handelt es sich größtenteils um Klang, der uns über die Ohren erreicht. Wie ich im Rahmen meiner Heilpraktikerausbildung lernen dürfte, ist das Ohr das einzige Sinnesorgan, das vor der Geburt schon vollständig ausgeprägt ist. Oberton-Klänge sollen den Geräuschen sehr ähnlich sein, wie sie ein Ungeborenes im Mutterleib wahrnimmt. Und Klangschalen erzeugen Oberton-Klänge.

„Bei einer Klangmassage nehmen wir die Klänge einerseits als akustischen Höreindruck wahr (auditive Wahrnehmung), andererseits stellen die Klangschwingungen der Therapie-Klangschalen einen vibrotaktilen Reiz dar, der über das Fühlen (somatosensorische Wahrnehmung) erfasst wird.“ *

Zentrale Wirkung einer Klangmassage mit Therapie-Klangschalen ist die ENTspannung. Der Herzschlag verlangsamt sich. Die Atmung ebenfalls, der Blutdruck sinkt, die Gefäße weiten sich, Wohlgefühl und Gelassenheit machen sich breit. Muskuläre und seelische Blockaden können sich lösen. Wobei ganz klar sein sollte, dass bei Beschwerden, Krankheit eine Klangmassage keinen Arzt- oder Heilpraktikerbesuch ersetzen kann. Eine Behandlung mit Therapie-Klangschalen ist immer unterstützend und begleitend.

Eine Klangmassage ist ENTspannender als zwei Nächte Schlaf. Jede Nacht schaltet unser Gehirn für 10 Minuten ab. In einer 60 minütigen Klangmassage schaltet unser Gehirn 20 Minuten ab. 

Fortsetzung folgt!
Und ab Mitte Februar könnt Ihr in der GANDIVA YOGA-Lounge in den Genuss einer wohltuenden, tiefenentspannenden Klangmassage kommen!

Eure Ute

* Warum wird die Klangmassage so wohltuend empfunden? Artikel in der Fachzeitschrift
KLANG-MASSAGE-THERAPIE, Organ des Europäischen Fachverband
Klang-Massage-Therapie e.V., Ausgabe 2014, Seite 8 f. 

BeSINNliches zu Silvester & Neujahr

Zum Jahreswechsel und zum Neuen Jahr möchte ich Euch eine Geschichte erzählen, die mich nachhaltig berührt hat und an die ich denken muss, wenn es um einen aufkeimenden Streit, aber auch um Verbundenheit & Liebe geht. Mir hilft diese Geschichte, Verhalten im Streit besser zu verstehen, Streit im Keim wieder zu besänftigen, nach einem Streit wieder auf einen Menschen zuzugehen.

Eines Tages fragte Mahatma Gandhi: „Warum schreien die Menschen so, wenn sie wütend sind?“ – „Sie schreien, weil sie die Ruhe verlieren“, antwortete ein Mann.
„Doch warum schreien sie, wenn die andere Person neben ihnen steht?“,
fragte Gandhi erneut. – „Wir schreien, weil wir wollen, dass die andere Person uns zuhört“, erwiderte ein anderer Mann.
Gandhi fragte weiter: „Ist es dann nicht möglich, mit leiser Stimme zu sprechen?“

Weitere Antworten folgten, doch keine konnte ihn überzeugen.

Nach einem Augenblick des Nachdenkens sagte er: „Wollt Ihr wissen, weshalb man eine andere Person anschreit, wenn man wütend ist? Es ist so, dass sich bei einem Streit die Herzen zweier Menschen weit voneinander entfernen. Um diese Distanz zu überwinden, muss man schreien. Je wütender die Menschen sind, desto lauter müssen sie schreien, um einander zu hören. Darum lasst es nicht zu, dass Eure Herzen sich bei einer Diskussion voneinander entfernen. Sagt keine Worte, die die Herzen auseinander treiben, denn der Tag wird kommen, an dem die Distanz so gross ist, dass es keinen Weg mehr zurück geben wird. Ganz anders ist es zwischen zwei Menschen, die sich lieben. Sie schreien nicht, sie reden sanft miteinander. Denke daran, wie man mit einem Baby spricht oder einem geliebten Tier. Weshalb wohl? Weil ihre Herzen einander sehr nahe sind. Die Distanz zwischen ihnen ist klein. Manchmal sind sich die Herzen so nahe, dass sie nicht einmal sprechen, sondern nur flüstern. Und wenn die Liebe noch stärker ist, braucht es nicht einmal mehr ein Flüstern. Es genügt, sich anzusehen und die Herzen hören einander. Denn wenn zwei Menschen sich lieben, sind sie einander sehr nahe.“

Ich wünsche Euch für 2018 viele Herzen, die Eurem Herzen nahe sind und nahe bleiben. Auch bei Meinungsverschiedenheiten.
Bleibt gesund, neugierig, gelassen und seid möglichst glücklich.
Genießt das Leben!!!

Herzensgrüße.
Eure Ute

Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 24. Dezember: BeSINNliche Feiertage!


Foto: Ute Schwartz / „Frl. Arte trifft den Schneemann“

Liebe Mitglieder und Freunde von GANDIVA YOGA!

Ich wünsche Euch von Herzen ganz beSINNliche, geruhsame, leckere & lustige Festtage. Ganz so, wie IHR Euch Weihnachten vorstellt. Viel Familie, aber auch viel Zeit für Euch. Gemeinsam mit der Familie und Freunden kochen, in gemütlicher Runde essen und dabei viel Spass haben, viel lachen.

Vielleicht habt Ihr 13 Zettel mit Wünschen geschrieben, in eine Box gesteckt und zieht in jeder Rauhnacht einen Zettel. Schreibt Eure Träume, Gedanken, Begegnungen auf und seid gespannt auf den einen Zettel, der übrig bleibt und der Wunsch auf diesem 13. Zettel ist von der Umsetzung her Euer Part.

Räuchert die Wohnung, das Haus aus. Lasst Altes gehen und macht Platz für Neues. Geht in die Natur, auch wenn viel Regen angekündigt ist.

Lasst es Euch einfach gut gehen!!!!

Herzensgrüße.
Eure Ute