Der GANDIVA YOGA Adventskalender am 20. Dezember: Flugpate werden – Tiere zu Familienmitgliedern machen

Vor 15 Jahren kam auch Frl. Arte mit einer Flugpatin zu mir.

Weihnachtszeit ist auch Ferienzeit. So einige von Euch fliegen demnächst in Urlaub. Da habe ich noch ein wichtiges Thema, ein Anliegen: Flugpatenschaften!

Vielleicht für Euch ein Thema, das Ihr an dieser Stelle nicht erwartet habt. Aber ich finde, dieses Thema passt SEHR gut zu Weihnachten! …

Ich habe mir ehrlich gesagt nie Gedanken darüber gemacht, wie die Tiere aus ausländischen Tierschutzinitiativen in ihre neuen Familien nach Deutschland kommen. Frl. Arte ist aus Griechenland. Sie lebte in direkter Nähe zu meinem Hotel, in dem ich während einer Yoga-Fortbildung 2008 wohnte. Ich konnte sie damals nicht selber transportieren, da die Zeit für Quarantäne, Impfungen, Impfpass etc. die Dauer meines Aufenthaltes überschritten hat. Eine Mitreisende, ausgerechnet mit einer ausgewachsenen Katzenallergie, blieb eine Woche länger als ich und erklärte sich sofort bereit, meine zwei zukünftigen WG-Partner bis Düsseldorf Airport zu begleiten. Ich habe den beiden Fellknäulen (Herr Bernstein, der Bruder von Frl. Arte, kam auch mit) einen Platz im Air Berlin-Flieger gebucht und stand bei Ankunft des Fliegers am Flughafen Düsseldorf und nahm die Schätze in Empfang.
Unsere Katzenrettungsaktion lief also komplett auf privater Ebene, ohne Tierschutzorganisation oder Ähnliches.

Vor ein paar Wochen stieß ich auf eine Tierschutzorganisation, die auf ihrer Website eine Fotogalerie von Katzen präsentierte, die alle schon ein neues Zuhause in Deutschland haben, von ihren neuen Familien also sehnsüchtig erwartet werden, aber eben so einfach nicht nach Deutschland kommen können. – Die Flugpaten fehlen. Selbst Länder wie Ägypten und Dubai sind dabei.

Ich habe mir das immer so vorgestellt, dass Tierschutzorganisationen im Ausland regelmäßig eine gewisse Anzahl an Hunden und Katzen auf einen Flieger buchen, diese am Abflugtag zum Check-in bringen und ein Gegenpart in Deutschland die Tiere am Flughafen abholt. Und dann erfolgt die Verteilung der Tiere in ihre neuen Familien.
WEIT GEFEHLT!

Dass ein Tier garnicht alleine befördert wird, dass sich also IMMER ein Flugpate für die Begleitung verantwortlich erklären muss, war mir nicht bekannt. Und jetzt, wo mir der Zusammenhang klar geworden ist, möchte ich Euch bitten: Wenn Ihr eine Flugreise macht, bedenkt doch auch bitte, dass Ihr Tieren schneller zu einem liebevollen Zuhause verhelfen könnt. Ihr habt dadurch keinerlei Kosten, keine Arbeit, müsst also nicht nennenswert mehr Zeit investieren,  Ihr tut einfach ein super gutes Werk.

Im Internet kommt immer wieder die Diskussion auf „Warum rettet Ihr Tiere aus dem Ausland, wenn hier soooooo viele Tiere in deutschen Tierheimen auf ein Zuhause warten?“
Einfache Antwort: Bei den Tieren aus dem Ausland geht es um Leben und Tod. In unseren Tierheimen geht es den Tieren gut. Da leidet kein Tier Hunger, für medizinische Versorgung ist gesorgt, für Streicheleinheiten ebenso UND, getötet wird hier kein Tier, nur weil es nicht innerhalb einiger Wochen ein neues Zuhause findet.
Im Ausland sind Tierschutzorganisationen nahezu immer private Initiativen. Staatlich sind Tiertötungsstationen. Und das ist im Ausland ganz einfach. Warum den Hund, die Katze kastrieren lassen? Wenn Junge kommen, werden die einfach in einer Tötungsstation abgegeben …. . Ist der Hund zu alt und kann den Hof nicht mehr so hüten oder braucht Medikamente … Tötungsstation. Ist ein Tier verletzt, sterben lassen, selber Hand anlegen oder … Tötungsstation. So einfach ist das. Und am einfachsten ist es, einen Wurf Welpen oder Kitten in einen Müllsack zu packen, zuzubinden, den Sack auf’s Feld zu fahren und zu warten, dass die Hitze – oder Kälte – den ‚Rest‘ erledigt. DAS ist leider der Alltag im Ausland, wenn es um Tiere geht. Klar gibt es Ausnahmen, ich spreche von der Regel. Und wenn ich mit meiner Freundin Chris aus Griechenland spreche, dann will vor Ort keiner etwas von Kastration hören. Kostet Geld, bedeutet Aufwand (Tier muss in die Klinik und danach einige Tage im Haus betreut werden). Tiere wegzuwerfen, ist Alltag. Alte Hunde mit einem Holzknüppel totzuschlagen ist in ländlichen Regionen mancher Länder naheliegender, normaler, als sie therapieren oder einschläfern zu lassen. Wir machen uns von den Zuständen im Ausland kein Bild.

Ich habe nun so einiges zum Thema recherchiert:

Wer kann Flugpate werden?
Flugpate kann jede(r) Reisende auf Urlaubs- oder Geschäftsreise per Flieger werden, indem sie/er Hunde oder Katzen entweder in der Kabine oder im Frachtraum mitnimmt.

Wie werde ich Flugpate?
Ihr bucht eine Reise, einen Flug und sucht Euch eine Organisation, die dann transportbereite Tiere den Flugpaten zuordnen. Dazu gibt es diverse Websites, Facebook-Gruppen, … .
Es macht Sinn, sich direkt nach der Flugbuchung bei einer Tierschutzorganisation zu melden, da die Tiere für die Ausreise vorbereitet werden. Dazu gehören Impfungen, Chippen, etc..

Welche Fluggesellschaften?
Alle großen, bekannten Airlines nehmen Tiere mit. Billig-Airlines befördern eher keine lebendigen Tiere. Es kann sein, dass manche Airline sich auf den Transport von kleinen Tieren, die im Handgepäck mitreisen können, also Katzen und kleine Hunde, beschränkt. Das klärt aber die Tierschutzorganisation. Damit habt Ihr nichts zu tun.

Entstehen Kosten für den Flugpaten?
Es gibt Tierschutzorganisation, bei denen man sich als Flugpate auf Wunsch an den Transportkosten beteiligen kann. Aber grundsätzlich ist es so, dass die Tierschutzorganisation, das Tierheim oder aber die neue Familie alle Kosten trägt.

Abläufe
Am Flughafen treffen Tierschützer nebst Tier(en) auf den Flugpaten. Das Tier/die Tiere wird/werden gemeinsam ‚aufgegeben‘. Der Tierschützer hilft beim Einchecken des/der Tiere(s).
Wenn es ein Tier unter 8 Kilogramm (inklusive Transportbox) ist, darf dieses ins Handgepäck des Flugpaten und verbleibt während des Fluges in der Kabine. Meist wird die Transportbox dann unter dem Sitz des vorderen Nachbarn abgestellt.
Tiere über 8 Kilogramm kommen in den Laderaum (klimatisiert) des Flugzeuges.
Impfausweis und Reisepass des/der Tiere(s) sind in der Obhut des Flugpaten.

Bei ‚> 8 Kilogramm-Tieren‘: Am Zielflughafen geht der Flugpate ganz normal zum Gepäckband und holt seine(n) Koffer mit dem Wagen ab. Im Anschluss geht’s zum Sperrgepäckschalter und Transportbox inklusive Tier werden abgeholt. Es ist möglich, dass der Zoll sich die Papiere des Tieres noch anschaut.

Vor den Türen des Gepäckband-/Zoll-Bereiches wartet dann schon ein Vertreter der Tierschutzorganisation oder auch schon direkt die neue Familie. Die Übergabe des Tieres und der Dokumente erfolgt. Und dann könnt Ihr SEHR glücklich nach Hause fahren. Eine Tierseele gerettet.

Ich habe beispielhaft ein paar Kontaktdaten recherchiert:

Für Mallorca-Reisende:
flugpatenmallorca@web.de
https://www.inselradio.com/aktuell/pinnwand/2022/10/sie-moechten-flugpate-werden

Für Kreta-Reisende:
https://kreta-hunde.de/helfen/flugpate/

Für Athen-Reisende:
https://www.friedenfuerpfoten.org/flugpaten

Für Rhodos-Reisende:
https://rhodos-pfoten.de/flugpatenschaft/

Für Thessaloniki-Reisende:
https://www.griechische-fellnasen.de/helfen/flugpaten-gesucht/

Für Fuerteventura-Reisende:
https://www.tierhilfe-fuerteventura.de/html/flugpatenschaften.php

Es gibt so einige Facebook-Gruppen zum Thema Flugpatenschaft. Einfach mal recherchieren. Und wenn Ihr da Hilfe braucht, schreibt mich an, wo Ihr hinfliegt und ich suche Euch einen entsprechenden Kontakt.
Eine dieser Facebook-Gruppen heißt übrigens „Flugpaten weltweit gesucht“.

Und sobald ich mal wieder eine Flugreise mache, werde ich Euch von meiner Erfahrung als Flugpatin berichten. Einfacher kann man eine geschundene Tierseele nicht glücklich machen.

Und solltet Ihr Euch entscheiden, Flugpate/Flugpatin zu werden, schreibt bitte, wie es Euch und Eurem Schützling ergangen ist, gerne mit Fotos, damit alle an Euren Erfahrungen teilhaben können und motiviert werden, es Euch gleichzutun.

Vorweihnachtliche Herzensgrüße.
Eure Ute

Warum ist der Buddha blau?

Diesen Wandbehang habe ich aktuell für den Yoga-Raum gekauft. Er kommt aus Tibet und der dargestellte Medizin-Buddha soll unser aller Gesundheit beschützen.

 

Ist Euch bei farbigen Buddha-Darstellungen schon einmal aufgefallen, dass einer in einem tiefen Lapislazuli-Blau erscheint?

Bei dem Buddha mit der blauen Körperfarbe handelt es sich um einen Medizin-Buddha.

‚Seine Farbe ist zugleich das Azurblau des Sommerhimmels und das Lapislazuliblau des Nachthimmels, auf dem goldene Sterne funkeln. …
Von dem Buddha gehen Lichtstrahlen in die ganze Welt aus. Sie tragen aus allen Richtungen heilende Essenzen herbei und sammeln sich wieder in der Bettelschale, wo sie den kostbaren Nektar bereiten. Von dem Herzen des Buddhas wird farbiges Licht mit der Strahlkraft von tausend Sonnen in alle Richtungen ausgesendet. Die Strahlen treffen auf alle Arten von Lebewesen und durchdringen sie. Das Licht zerstreut Krankheiten und Beschwerden jeglicher Art. Es beseitigt die Ursachen des Leidens.‘ *

Wenn der Medizin-Buddha zum Beispiel  aus Stein und unbemalt ist oder aus Bronze, dann können wir uns auf die blaue Einfärbung des Körpers nicht mehr verlassen, um auf einen Medizin-Buddha zu schließen.

Mein Medizin-Buddha aus Ladakh

Zwei Merkmale, die der Medizin-Buddha IMMER aufweist, lassen ihn eindeutig als einen solchen identifizieren:

  1. In der linken Hand hält der Buddha eine Bettelschale mit Heilkräutern, auch Heilungsnektar oder Amrita genannt.
  2. In der rechten Hand hält der Buddha eine Pflanze. Bei manchen Darstellungen scheint es, als ob die Pflanze aus seinem rechten Handgelenk herauswachsen würde.
    Diese Pflanze trägt den Namen Myrobalan. Myrobalan ist eine Himalaya-Baumfrucht, die in zahlreichen tibetischen Heilmitteln enthalten ist.

Heilungsnektar und Heilkräuter stehen für
Langlebigkeit                   und
Gesundheit.

In der tibetischen Medizin sagt man, wenn die drei Körpersäfte gestört sind, kommt es zu Krankheiten und wenn die drei Geistesgifte regieren, ebenso.
Die drei Geistesgifte heißen HASS, GIER und VERBLENDUNG.

Unwissenheit oder Verblendung zum Beispiel zählen in der tibetischen Medizin also zu den Krankheiten.

Die Myrobalan-Pflanze soll die Störungen aller drei Säfte heilen. Einer dieser drei Säfte ist das Blut. Und ob wir vielleicht zu viel Alkohol konsumieren oder oft traurig sind, unser Blut wird dadurch geschwächt. Die anderen Säfte sind Galle und Schleim.

Myrobalan ist ein Oberbegriff für hunderte Arten olivenartiger Steinfrüchte. Drei verschiedene, ausgewählte Früchte bilden, getrocknet und zu gleichen Teilen gemischt, die Basis zahlreicher asiatischer Medizinprodukte. Die Mischung nennt sich Triphala, was ‚drei Früchte‘ oder ‚Dreifrucht‘ bedeutet.  Die Namen der drei Früchte: Amalaki, Bibhitaki und Haritaki.
Wer sich schonmal mit Ayurveda beschäftigt hat, der hat ganz sicher schon einmal von Triphala gehört.

Und wenn Ihr mal schaut, wie viele Früchte der Buddha in der rechten Hand hält, es sind DREI! – DIE DREI!

3 Früchte …
3 Geistesgifte …
3 Körpersäfte …
3 Doshas (Konstitutionstypen) …
Körper, Geist und Seele … 3 …

Im Buddhismus und im Ayurveda kommt die 3 immer wieder vor.

Ein unglücklicher Geist wird in der tibetischen Medizin übrigens immer wieder als größter Auslöser für Krebs genannt.
Sind die Energien im Körper gestört, können wir krank werden. Und wie harmonisieren wir diese Energien? Durch MEDITATION. – Sagen die alten Schriften.

Im September 2006 bin ich zwei Wochen durch Ladakh gereist. Auf den Spuren buddhistischer Klöster. Und ich war zwei Wochen auf der Suche nach einem Medizin-Buddha, als Geschenk für meine sehr schwer erkrankte Mutter.  Das Angebot an Buddhas war wirklich groß, aber auf der ganzen Reise habe ich nur einen einzigen Medizin-Buddha entdeckt … und gekauft!

Es gibt sogar ein spezielles Mantra, mit dem man den heilenden Buddha anrufen kann.

Zur Meditation mit dem Medizin-Buddha als Meditationsgegenstand habe ich hier einen schönen Artikel für Euch.

Wenn Ihr Euch für einen Medizin-Buddha interessiert, im Shop meiner Yoga-Lounge steht eine schöne Auswahl bereit. Schreibt mich bei Interesse bitte einfach an!

Impressionen aus meinem Ladakh-Fotoalbum
(jaaahhhh Papierfotos! :-)):

Gebetsmühlen – oft aus einfachsten Mitteln, wie alten Konservendosen, selbstgemacht

Da ruft das Fernweh!

Bleibt gesund!  🍀
Herzensgrüße.  💜
Eure Ute

*Quelle: www.tibetan-healing.de

Schon in der Urlaubsplanung?

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Obwohl der heutige Vormittag traumschön sonnig war, zeigen die letzten Tage doch deutlich, dass die kalte Jahreszeit naht!
Und was – außer YOGA natürlich 🙂 – kann unsere Stimmung an tristen Tagen heben? - Eine Auszeit planen!

Wie vor einem Jahr schon, möchte ich Euch auch heute wieder den NEUE WEGE-Katalog ans Herz legen, wenn es um einen Kurztripp oder Urlaub innerhalb Europas oder Asiens geht, der Yoga, Ayurveda, Meditation, Trekking und andere Aktivitäten beinhalten soll.

Ich selber war schon mit NEUE WEGE unterwegs, ich kenne viele Yoga-Lehrer und Yoga-Schüler, die mit NEUE WEGE ihren Urlaub verbringen und das Feedback ist durch die Bank weg immer sehr positiv.

Der Katalog 2016 liegt seit heute in der Lounge aus. Einfach mal blättern!
Bei echtem Interesse könnt Ihr den Katalog ja dann über das Internet bei Neue Wege direkt bestellen.

Happy Blättern! – Happy Planen! – Happy Vorfreude!

Eure Ute

Jetzt schon vom Urlaub 2015 träumen …

Das Wetter wird schlechter, das Jahresende naht und der Wunsch nach Urlaub setzt sich mehr und mehr durch. Und so häufen sich auch die Fragen an mich, welche Reiseziele ich für Yoga-Urlaub empfehlen kann.

Mein Tipp:

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Ich bin selber schon mit Neue Wege verreist. – Und kenne einige der Yoga-Lehrerinnen, die in diesem Katalog Yogareisen begleiten, persönlich.

Ein Exemplar des Kataloges liegt in der Lounge aus.

Einfach mal durchblättern.

Eure Ute

Die Farbe GRÜN und unsere Psyche

Vielleicht kennt Ihr das ja auch: Wenn ich mal unruhig bin, die Gedanken kreisen, oder ich mich körperlich unwohl fühle, zieht es mich intuitiv raus in die Natur. Frische Luft, Bewegung und Natur. Aber was ist das Geheimnis, dass ich nach diesen Spaziergängen immer viel ruhiger und klarer bin, mich deutlich wohler, kraftvoller, positiver gestimmt fühle? Die Antwort scheint ganz einfach: die Farbe GRÜN!

Vor einigen Tagen hörte ich im Autoradio einen Psychologen über die Farbe GRÜN referieren. Er riet den Zuhörern bei Nervosität, Streß und Unwohlsein einen langen Spaziergang zu machen. – Jedoch fern ab von grauem Beton und Schaufenstern. 'Raus in die Natur' war seine Devise. Begründung: die Farbe GRÜN. Grün wirkt entspannend und beruhigend auf unsere Psyche. Leider habe ich nur noch Bruchstücke dieses interessanten Beitrages hören können. Was mich veranlaßt hat, über den Zusammenhang Psyche und Grün zu recherchieren, nachzulesen, nachzudenken.

Wofür steht sie denn nun eigentlich, die Farbe GRÜN? – Grün wirkt entspannend, herzstärkend, erholend, erneuernd, fördert den Kontakt zu uns selber und zu anderen, steht für den Frühling, die Jugend, das Leben, die Gesundheit. Grün beruhigt die Nerven. Grün forciert die Erholung von Körper & Geist. Grün sorgt für Harmonie, seelische Ausgewogenheit, Wohlbefinden, Ruhe und Regeneration. – Für Lebenskraft, Vitalität, Balance.

In manchen Regionen unserer Erde, bei den Wüstenvölkern, steht Grün für Paradies, Wohlstand, Überfluss.

Was heißt das für unseren Alltag? – Wer viel am PC sitzt oder viel liest, sollte sich zum Ausgleich, zur Regeneration der Farbe Grün aussetzen. Am besten mitten in der Natur. Hier haben die Augen die Chance, sich zu erholen.
Grün soll auch bei Trauer, Wut und Stimmungsschwankungen das Seine tun: uns beruhigen, ausgleichen, uns besser, stabiler fühlen lassen, und, uns Sicherheit geben.

Farbempfinden ist eine Art Urprägung. Die ersten Farbpsychologen sollen übrigens die Priester gewesen sein, die Farbe bewußt zu Kommunikationszwecken einsetzten. Gefolgt von den Königshäusern, die die Farbe Rot prägten.

Der Herbst naht. Und dann wird das für uns so wichtige Grün immer mehr Gelbtönen und schließlich einer Palette von Braunabstufungen weichen. Und dann? Müssen wir dann die Wände im Haus grün streichen? Die Wirkung der Farbe GRÜN geht natürlich auch in den Ernährungssektor. Wenn wir nervös, gestreßt sind, dann sollten wir farbenfroher essen. G r ü n e s  Gemüse, Salat, Äpfel, …

Auch in der Chakrenlehre findet sich die Farbe GRÜN. – Hier steht sie für das Herzchakra! Und hier schließt sich wieder der Kreis zum Yoga. 'Yoga ist Leben. Das ganze Leben ist Yoga.' – Hat schon Aurobindo gesagt.

Viele grüne Auszeiten zum Krafttanken
wünscht Euch

Ute Schwartz 

Kennen Sie ein gutes Ayurveda-Resort?

Immer mal wieder werde ich von Yoga-Schülern gefragt, ob ich ein gutes Ayurveda-Resort kenne. Und dann kann ich aus vollstem Herzen sagen: JAAAAAAAAA!  -  Und verfalle auch schon wieder in tiefstes Schwärmen.

Als ich mich nämlich vor einigen Jahren mit dem Gedanken getragen habe, mit meiner besten Freundin eine Ayurveda-Kur zu machen, war für mich klar:
Es muß im Ursprungsland sein.
Es muß authentisch, aber auch mit einem gewissen Komfort sein. – Keine Anwendungen auf Metallliegen in deckenhoch gekachelten Räumen.
Die Architektur sollte landestypisch sein. – Kein charme-freier Betonklotz, aber auch keine Bambushütte.
Es muß eine langjährige, am besten noch mit Preisen ausgezeichnete Kompetenz vorhanden sein.
Es sollte die unmittelbare Nähe zum Meer gegeben sein.
Ich brauchte ein tägliches Yoga-Angebot.

Ich habe lange gesucht, viele Gespräche geführt, im Internet recherchiert, zahlreiche Angebote eingeholt, und mich dann für das SOMATHEERAM AYURVEDIC HEALTH RESORT in Kerala, Südindien entschieden.
Und alle Kriterien, die mir im Vorfeld schon wichtig waren, wurden erfüllt. Mehr noch als das!

Das Somatheeram, mit Hanglage, liegt direkt an einem endlos anmutenden, weißen Sandstrand. Eingebettet in einen natürlichen, subtropischen Garten, der jeden Tag stundenlang liebevoll gepflegt wird. Seit 1990 erstes ayurvedisches Resort Indiens mit westlichem Standard. Bereits 10mal als bestes ayurvedisches Health-Resort Keralas ausgezeichnet.
Wohnen und Schlafen in malerischen Cottages (Rundhütten) aus Naturstein, mit eigenem Bad. -  Eine vorgelagerte Terrasse wird zum zusätzlichen Wohnraum, zum Eßzimmer nämlich. Ein Rattantisch mit Vase und frischen Blumen, 3 Rattanstühle, eine Hängematte, ein Sonnenschirm. Und dann der Meerblick. Jeden Morgen das sichere Gefühl, "Ich bin ins Paradies gefallen!". Je nach Lage des Cottages, und davon gibt`s rund 50 in dem Paradiesgarten,schlendert man nur zwischen 1 und 5 Minuten bis zum Strand.

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Ich habe noch nie so herrlich eng mit der Natur gelebt, wie in diesen Wochen. Das Cottage hatte keine Glasscheiben in den Fenstern, nur Bambusrollos. Das Dach war mit einem Abstand von 20 cm auf die Ziegelsteinwände aufgestellt. Die Tage heiß, immer ein kühler Wind, die Nächte frisch. Keine Minibar. Jede Speise, die auf der Terrasse eingenommen wurde, wurde mit den Raben geteilt. Davon gibt`s Unzählige im Somatheeram. Sehr zutraulich. Manchmal etwas aufdringlich.

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Das Restaurant – sehr offen gebaut, keine Scheiben in den Fenstern. Die Ayurdeda-Anwendungen in ähnlich gearteten Räumlichkeiten. Keine weißen Kacheln bis zur Decke, keine Sterilität, keine Klinikatmosphäre. Warme, dunkle Natursteine, Holz-Liegen-/Wannen für die Anwendungen, göttlich duftende Öle (aus eigener Herstellung!) und immer frische Luft, ein leichter Wind. – Und: RUHE.

Und abends wird man vom lauteren Schaukeln der Wellen in den Schlaf geleitet.

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Liebevolle Zeremonien vor jeder ayurvedischen Anwendung: ein Mantra, ein Räucherstäbchen, ein paar frische Blumen, eine Verneigung, Ehrerbietung, eine Kräutermischung wird auf den Scheitel gestrichen, Sanskritworte werden gesprochen, der Blick in die Natur. Und dann nur noch Wohlfühlen. – Wie ein Baby. Die Gedanken ausgeschaltet. Nur noch Fühlen. Fühlen, wie sich warmes Öl über den ganzen Körper ergießt und dann zwei- oder vierhändig sanft und rhythmisch in die Haut einmassiert wird. Manchmal sind es auch die Fußsohlen, die massieren. Auch das hat seinen Reiz.

Jeden Morgen um 7:30 Uhr:  Y O G A. Der sanfte und gütige Yoga-Lehrer Mitte 70, Lederhaut und beweglich wie eine Schlange. Die Yoga-Praxis unter englischsprachigen Anleitungen schon am 2. Tag kein Problem mehr. Ob Anfänger oder fortgeschritten – jeder ging bereichert, herrlich gedehnt, ruhig und zufrieden zum Frühstück.

Alle Gäste laufen mit dunkelgrünen Kitteln zur Anwendung und kommen auch so wieder zurück. Noch im Kittel ab in die Hängematte – 2 Stunden ruhen, dann genüßlich duschen, das reichhaltige Öl abwaschen. Keine Gedanken über "Was zieh ich an?", oder "Sitzt die Frisur?". Nach jeder Anwendung ein Tuch über die ölverschmierten Haare und fertig. Das Tolle: alle sehen gleich aus! Erst für`s Abendessen entdeckt man wieder die eigene Individualität. Obwohl bei mir auch die Hälfte der Klamotten 'sauber' wieder zurück nach Deutschland geflogen sind.

Sehr kompetente ärztliche Betreuung. Jeden Tag! Rund 12 Ärzte und 60 Therapeuten nehmen sich jeder Unpäßlichkeit, Krankheit, Sorge, Not an. Und wenn das Englisch für die medizinischen Fachgespräche mal nicht reicht, dann ruft man die deutsche Übersetzerin, die sich immer in der Nähe aufhält. So, als würde sie wissen, dass sie gleich gebraucht wird!

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Geheimtipp: Wer morgens vor dem Weckruf zum Yoga wach ist, sollte an den Strand runter gehen. Und dem herrlichen Spektakel zusehen, wenn die Fischer ihre Boote an Land ziehen. Ein Kräftemessen mit dem rauhen Meer. Die Männer bilden eine Menschenkette und holen ihre herrlich-bunten Holzboote mit vereinten Kräften an Land. Das Meer hält dagegen. – Die Familien der Fischer unterstützen vom Strand aus. – Und die Krähen frönen dem Morgenkino in tiefer Gelassenheit. Kurgäste sieht man um diese Zeit noch nicht am Strand. Eine ganz besondere Zeit, dieser frühe Morgen. Eine besondere Ruhe. Und nochmal eine ganz besondere Nähe zur Natur. Und dann ab zum Yoga. Gefolgt von einem herrlichen Frühstück.

Wer an Abendgestaltung oder Ausflüge denkt, dazu kann ich wenig sagen. Die täglichen ayurvedischen Anwendungen machen wunderbar müde, verlangsamen den Lebensrhythmus, verlangsamen die Kraft der Gedanken, machen wunschlos. - Die Ruhe, der Yoga tragen zur einer Zufriedenheit bei, die einen nicht mehr nach äußeren Reizen schreien läßt. Ein Ausflug in die nächste Stadt, eine Bootstour durch die Backwaters, sind Teil der Ayurveda-Kur. Aber der Lärm einer Stadt wird schnell zu viel. Der Wunsch zurück in die Oase zu kommen, schnell größer. Die Bootstour durch die Backwaters zeigt eine weitere traumschöne Seite von Kerala. – Die sollte man also machen. Aber die Stadt, die braucht kein Mensch. Ich zumindest habe mich damit nicht wohl gefühlt.

Ich habe nichts vermißt, in meinem kleinen Paradies auf Zeit! …

Und wenn Ihr noch spezielle Fragen habt, schickt mir eine Mail: ute.schwartz@gandivayoga.de.

Eure
Ute 

P.S.: Und wer noch mehr Fotos sehen möchte? – Ich stöbere gerne nochmal in meinen Fotoalben.

“ h a p p i n e z “ – eine echte Bereicherung der Printmedien-Landschaft

Wie oft schon habe ich mich geärgert, wenn ich mal wieder Geld für eine Zeitschrift ausgegeben habe, die sich in Vorankündigungen super gut verkauft hatte, tolle Titelthemen, und sich dann doch nur wieder als ein verkapptes Anzeigen- und Klamottenblatt entpuppte. – So oft, dass ich den letzten Jahren kaum noch Zeitschriften gekauft und gelesen habe.
Um so positiver hat mich die Zeitschrift  h a p p i n e z  überrascht. Ein Mindstyle-Magazine mit Persönlichkeit. - Mit Tiefgang, mit tollen Themen rund um Spiritualität, Reisen, Weisheiten, Gesundheit, Psychologie, Wellness, Kochen, Yoga & Meditation, Ritualen und nicht zuletzt sehr individuellen und  hochwertigen Shop-Produkten. Das Ganze als i-Tüpfelchen auch noch sehr wertig aufgemacht. Vom Papier her, besonders aber von der Fotoqualität und Bildsprache. – Ein wahrer Hochgenuss.

                      Happinez3

Erscheint alle 2 Monate, kostet 4,95 € und ist am einfachsten am Bahnhof zu bekommen.
Schaut doch mal rein. – Es lohnt sich wirklich.
Schreibt doch mal, wie Euch dieses Magazin gefallen hat.
Viel Spaß mit dieser Empfehlung.
Eure Ute