Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 20. Dezember: Glück aus Milchschaum – Das Milchschaum-Orakel

Vor einigen Tagen noch habe ich über das Kind in uns geschrieben. Und da ist es wieder. Ich habe seit Jahren Spaß mit meinem selbsternannten Milchschaum-Orakel. Wenn ich mir einen Milchkaffee zubereite, koche ich Milch, seit diesem Jahr nur noch Hafermilch, schäume diese auf und schütte zwei Kaffee hinnein. Und das ohne dabei zu denken oder mir vorzunehmen, den Kaffee auf ganz besondere Weise einzuschütten, damit ein Motiv im Milchschaum entsteht.

Manchmal entstehen aber Motive. Einfach so. Zufällig. Und dann beginnt der Tag mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht. Nachdem ich vor circa einer Woche DAS Motiv im Milchschaum hatte, ich meine den Mönch ganz oben auf dem Foto, da sieht man sogar seine Augen, seinen Mund, sein glückliches, rundes Gesicht, sein Gewand, seine Knie, sogar die meditative Sitzhaltung, und seine Unterarme hat er gemütlich in die breiten Ärmel seiner Robe geschoben, habe ich die Fotos auf meinem Smartphone durchgeschaut und noch einige Motive aus den letzten drei Jahren gefunden.

Da war es noch Kuhmilchschaum. Motiv: Bärchen, was denkt.

Das war im Sommer letzten Jahres und da ich Reisen durch Arabien liebe, durch die Wüste, war das für mich eine Zweiergruppe Dromedare.

Schaut doch einfach mal genauer hin, wenn Ihr mit der Zubereitung Eures Milchkaffees fertig seid. Und schickt mir gerne Fotos!

Mein Mönch hat mich besonders zum Schmunzeln gebracht.

Herzensgrüße. Und: Beginnt den Tag mit einem Lächeln! Für etwas mehr Kind-Sein. Für etwas mehr Spielen.

Eure Ute

Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 14. Dezember: Glück aus der Familientradition – Spritzgebäck

Es ist auch immer noch der alte Fleischwolf meiner Oma! 🙏

Jeder hat so seine Dinge, Düfte, Lieder, Deko, Farben, Plätzchen, die Weihnachten einfach nicht fehlen dürfen. Und auch wenn ich jedes Jahr wieder mit viel Freude neue Plätzchenrezepte ausprobiere und dabei auch leckere, kreative Süßigkeiten herauskommen, mein Highlight ist und bleibt das gute alte Spritzgebäck. DAS Spritzgebäck, mit dem uns schon meine Oma verwöhnt hat, und dann natürlich meine Mutter und seit bestimmt schon 20 Jahren backe auch ich nach diesem Familienrezept.

Jedes Jahr in der Weihnachtszeit probiere ich natürlich auch gerne ‚fremdes‘ Spritzgebäck. Wenn ich eingeladen bin oder als Mitbringsel von Bekannten und Freunden, aber ich liebe das Rezept meiner Familie. Weil so viele Nüsse drin sind. Walnüsse, Haselnüsse und auch Mandeln.

Ich kann Euch natürlich viel erzählen. Am besten wäre, Ihr probiert es einfach mal aus. Also ich habe gestern noch mit meiner Freundin Claudia rund fünf Stunden in der Küche gewerkelt und gemeinsam haben wir Spritzgebäck gezaubert. Allerdings hatten wir die dreifache Teigmenge in der Verarbeitung! Und so füllte sich Dose um Dose …..

Was Ihr für 3 bis 4 Bleche braucht:
500 gr. Mehl
300 gr. Butter
150 gr. Rohrohrzucker (ursprünglich 250 gr. Weißer 🙈)
1 Ei
200 gr. gemahlene Nüsse und Mandeln
(davon 1/3 Haselnüsse, 1/3 Walnüsse und 1/3 Mandeln)

Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten. Teig zu einer Kugel formen und in eine Klarsichtfolie gehüllt einige Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen.

Am Backtag: Backofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen.

Plätzchen je nach Ofen zwischen 12 und 15 Minuten backen (mittlere Schiene). Ich mag die Plätzchen gerne etwas dunkler.

Ganz viel Freude beim Nachbacken. In der Familie oder mit der besten Freundin. Ein Gläschen Sekt dazu. Weihnachtsmusik. Und dann nur noch genießen, wie sich die ganze Wohnung immer mehr in diesen wunderbaren, unverwechselbaren Duft hüllt, der auch am nächsten Tag noch von der tollen Backsession zeugt.

Und ganz sicher freuen sich auch Freunde und Nachbarn über eine kleine Kostprobe.

Na dann! Auf ins Back-Studio!
🎄 Genussvolle Tage voller Vorfreude auf Weihnachten. 🎄
Eure Ute

Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 24. Dezember: Es ist soweit!

Die Blechschmuckdosen gefüllt mit Selbstgebackenem, das Zuhause liebevoll geschmückt, im Kühlschrank warten die Zutaten für das Festtagsessen, die Kinder sind aufgeregt, Gäste werden herzlich erwartet. Vielleicht läuft im Hintergrund schon leise stimmungsvolle Weihnachtsmusik. Es bleibt Zeit, noch bei lieben Menschen auf einen Tee vorbei zu schauen.

Die Gäste kommen und jeder gestaltet mit an dem Heiligen Abend. Kochen ist doch gemeinsam am schönsten. Dabei ein Gläschen Wein genießen. Das gemütliche Beisammensein dauert kurzweilige Stunden. Es wird viel gelacht. Die Geschenke sind nicht wichtig, es ist der Austausch, das sich Sehen, das Zeit füreinander haben, unbeschwert sein, sein zu können, wie man ist.

Und dann kommt die erste Rauhnacht. Die 13 Wunsch-Zettelchen sind geschrieben und in der Nacht zum 1. Weihnachtstag wird der erste Wunschzettel verbrannt. Ich wünsche Euch schon heute, dass sich all Eure 12 Herzenswünsche erfüllen und Ihr es spielend schafft, den 13. Wunsch aus eigener Kraft in die Tat umzusetzen.

Und wenn wir den Kopf spät in der Nacht zufrieden und glücklich auf das Kopfkissen legen, bleibt noch Raum, dankbar zu sein für unser privilegiertes Leben.

All das wünsche ich Euch heute.

Und wenn es anders kommen sollte ……. :

Ich-Kalender 2019, Vision Creativ Verlag

FRÖHLICHE, BUNTE, KOMMUNIKATIVE, GESELLIGE, HUMORVOLLE, LECKERE, UNBESCHWERTE WEIHNACHTEN! Das wünsche ich uns!

Von Herzen frohe Weihnachten!
Eure Ute

Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 19. Dezember: Rau(h)nächte und Räuchern

Mit Rau-/Rauh-/Rauch-Nächten sind die 12 heiligen Nächte vom Abend des 25. Dezembers bis zum 6. Januar gemeint. Diese hochheiligen, spirituellen, feinstofflichen Nächte gehen auf uraltes Brauchtum zurück. In diesen Nächten soll das Tor zwischen Diesseits und Jenseits offen stehen. In diesen Nächten setzen sich böse Geister in der Unordnung fest. Damit die bösen Geister keinen Schaden anrichten können und vertrieben werden, wurde geräuchert. In den Häusern, Stuben und in den Ställen. In ländlichen Gebieten Bayerns wird heute noch geräuchert und hier vereinzelt auch.

Ich räuchere auch! Besonders in der Silvesternacht. Die Wohnung wird von schlechten Energien befreit und es wird Platz für Neues, Gutes geschaffen. Ich liebe den Duft von Weihrauch (speziell Rosenweihrauch) und Salbei.

Rauh, Rauch kommt von Räuchern, von WeihRAUCH.

Jeder Tag dieser 12 Nächte steht für einen ganzen Monat des Folgejahres. So wie das Wetter an den 12 Tagen wird, so wird es das ganze neue Jahr sein.

An diesen 12 Tagen wurde nicht gearbeitet, es wurde gefeiert und das Familienleben in den Mittelpunkt gestellt. Wer in dieser Zeit eine Türe knallt(te), muss(te) mit Blitz und Donner rechnen. Wer weiße Wäsche raushängt, den kann der Tod eines Angehörigen treffen (weiße Wäsche –> Leichentuch). Und wer sich die Haare in diesen Tagen schneiden lässt, den werden im neuen Jahr Kopfschmerzen plagen.

12 Nächte, in denen wir Zeit haben, uns auf das kommende Jahr vorzubereiten.
12 Nächte, in denen wir Zeit haben, das alte Jahr abzuschließen. Dankbar zu sein. Loszulassen.
Zeit der Reinigung, der Besinnung, des Wandels, des Neubeginns!

Der Begriff LOSnacht kommt von Los, losen, also vorhersagen! Träume haben Zukunftsbedeutung. Was Ihr in der jeweiligen Nacht träumt, soll im entsprechenden Monat wahr werden. Was Ihr vor 0:00 Uhr träumt, wird in der ersten Hälfte des jeweiligen Monats wahr, was Ihr nach 0:00 Uhr träumt, geht in der zweiten Hälfte des Monats in Erfüllung.

Schreibt Dinge, die Euch belasten, auf ein kleines Zettelchen und legt dieses Zettelchen mit auf die Räucherkohle. Das Zettelchen verbrennt, Negatives soll sich in Luft auflösen.

In der Zeit der Rauhnächte jeden Tag eine Kerze anzünden, damit Licht ins Haus kommt.

Vom 5. auf den 6. Januar gab es tosende Maskenumzüge, Felder wurden mit Weihwasser besprüht und seit dem Mittelalter heißt die Antwort des Christentums auf die Rauhnächte Sternsinger.

Räuchern befreit! Auch nach unangenehmen Gesprächen oder Streit.

Mein Geheimtipp für Räuchermischungen: Die Räuchermanufaktur FrauenFeuerKraft.
Drei Räuchermischungen kann ich besonders empfehlen:
1. Rückzug und Stille
Cistrose, Iriswurzel, Kakaoschale, Kamille, Lavendel, Myrrhe, Sandelholzspäne
2. Traumtänzerin – löst anstrengende Gefühle, wirkt ausgleichend
Anis, Lavendel, Lorbeerblätter, Nelke, Sternanis, Zitronengras
3. Yogini
Ingwer, Kardamom, Nelke, Zimt

Was Ihr braucht?
Ein Gefäß aus Ton/Keramik/Stein,
(Vogel-)Sand,
Räucherkohle (spezielle Kohletabletten in einer Rolle)
Kräuter/Kräutermischungen/Kräuterbündel, Harze.

Ihr braucht weder speziellen Räuchersand noch eine Kupferzange, um das Räucherwerk auf der glimmenden Kohle zu verteilen, noch braucht Ihr ein teures Räucherstövchen. Ich habe mein großes, hohes Glaswindlicht umfunktioniert. Dickere Steine auf den Boden gelegt und dann einen Ton-Blumentopf-Untersetzer mit Sand befüllt darauf gestellt. Funktioniert super und ist zudem noch sehr sicher!

Sand in das Gefäß füllen, ein Stück Räucherkohle auf den Sand legen und anzünden. Die Räucherkohle muss komplett durchglühen, ehe das Räucherwerk aufgelegt werden kann.
Und dann geht Ihr durch Euer Haus, Eure Wohnung und lasst sich den Duft, Rauch in alle Ecken verströmen. Beim Räuchern ist es wichtig, mit dem Räucherwerk dreimal gegen den Uhrzeigersinn durch jeden Raum zu gehen, um positive Energien zu schaffen.

Danach kurz lüften, damit die negativen Energien raus können. Räuchergefäß dann in die Wohnung stellen und warten, bis alles verglüht und abgekühlt ist. Duftet toll. Tagelang!

Übrigens: Weihrauch war früher in Krankenzimmern DAS Desinfektionsmittel. Diese Info für die ganz Bodenständigen unter uns. Damit auch Ihr räuchert. ….

In arabischen Ländern wird jeden Tag geräuchert, teilweise mehrfach am Tag. Man stellt sich mit Kleidung über das Räuchergefäß und läßt den Rauch bewußt in die Kleidung ziehen. …. lüftet den Rock. Dann reibt man sich die Haut mit dem Rauch ab. Wenn ich während meines (ersten) Berufslebens Stress mit meinem Chef hatte, dann habe ich mich abends aus-/abgeräuchert. Und das befreit wirklich. Macht auch den Kopf frei.

Einfach mal ausprobieren.

Liebe Grüße.
Eure Ute

Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 15. Dezember: Furoshikis – es muss nicht immer GeschenkPAPIER sein!

Ich glaube, kaum jemand von uns wundert sich nicht über den Berg Geschenkpapier zu Weihnachten, wenn die Bescherung vorüber ist. Die Blaue Tonne quillt ab 27. Dezember über.

Muss es denn immer eine Verpackung aus Papier sein?

Wie ich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift NATUR & HEILEN* lesen konnte, lösen die Japaner das Einpacken von Geschenken anders. – Schöner und nachhaltiger. In Japan werden Geschenke in sogenannte Furoshikis gehüllt. Eine uralte Tradition. Rund 1.000 Jahre alt. Ursprünglich verstauten Badegäste in Badehäusern ihre Kleidung in Furoshikis. Später wurden Waren darin eingepackt und transportiert.

Quelle Foto: www.japanwelt.de/dekorieren/furoshiki/furoshiki-botan-to-kiku-98-x-98-cm.html

Schaut mal.  Hier könnt Ihr die quadratischen Geschenktücher kaufen.

Für diese Geschenktücher aus Stoff gibt es sogar spezielle Wickeltechniken. Auch die Knoten werden zur Kunst. Wie man den Basisknoten macht, habe ich  hier gefunden.

Wir geben gerade zu Weihnachten, aber auch für Geburtstage und Hochzeiten viel Geld für Geschenke aus. Da darf es dann vielleicht auch mal etwas mehr Geld für’s außergewöhnlich & edel Verpacken sein.

In Japan ist das Umweltministerium heute sehr bemüht, den Japanern diese uralte Tradition wieder nahe zu bringen. Die ‚Plastik-Zeit‘ hatte die Zeit der Furoshikis abgelöst. Back to the Roots!
So fand ich auf der Seite des japanischen Umweltministeriums folgende Anleitung:

Government of Japan, Ministry of the Environment, www.env.go.jp

Wer Nähen kann, ist natürlich absolut im Vorteil. Ausrangierte Decken, Bezüge, Tücher nehmen und daraus ein Geschenktuch oder einen Geschenkbeutel nähen. Oder Ihr kauft leichte Stoffe aus Naturfaser. Ähnlich dem Modell eines Wäschebeutels sind die Geschenkbeutel schnell fertig.

Wer Sticken kann, bestickt die Stoffe noch mit einer persönlichen Botschaft, dem Namen der/des Beschenkten oder einer Weisheit. Oder Ihr lasst die Nähmaschine sticken.

Ich finde diese Furoshikis toll. Dafür findet sich nach dem begeisterten Auspacken des Geschenkes ganz sicher vielfältige Verwendung. Als Tischläufer oder Set. Oder Ihr knotet aus dem Tuch eine Tasche. Ihr könnt diese edle Verpackung natürlich auch für das nächste Geschenk, was Ihr macht, verwenden. So wird’s eine ‚Wanderverpackung‘. Vielleicht kommt das Furoshiki irgendwann auch wieder bei Euch an. ….

Ein Geschenk in einen Furoshiki gehüllt bleibt ganz sicher doppelt in Erinnerung.

Herzensgrüße.
Eure Ute

*  NATUR & HEILEN, Ausgabe 12/2018, Seite 52