Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 12. Dezember: Der Hauptdarsteller ist nicht der Baum! – Es ist die Weihnachtstorte!

Der Hauptdarsteller des Weihnachtsfestes muss nicht immer der Baum sein. Manchmal ist es auch die Weihnachtstorte.
Und auf diese hier wäre sogar Herr Heinemann neidisch. – Versprochen!

Und ganz wichtig: Die Torte wird mit jedem Tag, an dem sie im Kühlschrank weiter durchziehen kann, leckerer. Ich habe die Torte sonntags abends fertiggestellt und am Mittwoch und am Donnerstag war sie am leckersten. Sprich, Ihr könnt dieses süße Meisterstück super vorbereiten. Mit Muße, mit Liebe, ohne, dass diese Leckerei im Weihnachtsvorbereitungsstress zur ‚Pflichtveranstaltung‘ wird und vielleicht für noch mehr Druck sorgt.

Es gibt Menschen, die fokussieren sich auf leckere, aber einfache, schnell umzusetzende Rezepte. Mich springen immer die an, die sehr aufwändig – und dann aber SEHR lecker – sind. So wie diese Schoko-Orangen-Torte. Ja, ich habe mit dieser Torte viel Zeit in der Küche verbracht, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Das Ergebnis ist ein wahres Gedicht. Also lasst Euch bitte nicht abschrecken.

Und da Backen ENTspannt und glücklich macht, war ich gerne wieder dabei. Mit dieser köstlichen Schoko-Orangen-Torte. Saftige Orangencreme-Füllung trifft auf fünf fluffige Biskuit-Schichten. Das Rezept stammt übrigens aus der Zeitschrift LandLust.*

Einkaufszettel:

Für den hellen Biskuit:
3 Eier
100 Gramm Zucker
1/2 Päckchen Vanillezucker
100 Gramm Mehl
1/2 gestrichener Teelöffel Backpulver
30 Gramm Speisestärke

Für den dunklen Biskuit:
4 Eier
150 Gramm Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
150 Gramm Mehl
1 gestrichener Teelöffel Backpulver
25 Gramm Backkakao
25 Gramm Speisestärke

Für die Füllung:
600 Milliliter frisch gepressten Orangensaft (7 Orangen)
75 Gramm Speisestärke
Saft von 2 Zitronen
150 Gramm Zucker
30 Gramm Butter
500 Milliliter Sahne
3 Päckchen Sahnesteif

Für die Glasur:
150 Gramm Zartbitterkuvertüre
100 Gramm Vollmilchkuvertüre
1 Esslöffel Kokosfett

Für den hellen Biskuit:
Backofen auf 175° Ober- und Unterhitze vorheizen.
Eier trennen und das Eigelb mit 2 Esslöffel lauwarmem Wasser schaumig rühren. Fügt den Zucker und den Vanillezucker hinzu und schlagt die Masse dickschaumig.
Eiweiß steif schlagen und unter die dickschaumige Eigelb-Zucker-Masse heben.
Dann siebt Ihr das Mehl, das Backpulver und die Speisestärke über diese Masse und hebt diese Zutaten unter. Ich habe dazu keinen Schneebesen genommen, sondern vorisichtig mit einem Löffel gearbeitet.
Die Backform mit Backpapier auslegen und den Rand mit etwas Butter ausstreichen und den Teig hineingeben.
16 bis 20 Minuten backen.
Biskuit auskühlen lassen.
Waagerecht in zwei Böden teilen. Ich erinnerte mich an den Fadentrick meiner Mutter, hat aber leider nicht funktioniert. Also herkömmlich mit einem langen, scharfen Messer. Good Luck!

Für den dunklen Biskuit:
Eier trennen. Die vier Eigelb mit 3 Esslöffeln lauwarmem Wasser schaumig rühren. Zucker und Vanillezucker dazu geben und dickschaumig schlagen.
Eiweiß steif schlagen und unter die Eigelb-Zucker-Masse heben.
Mehl, Speisestärke, Backkakao und Backpulver über diese Masse sieben und mit einem Löffel unterheben.
Springform mit Backpapier auslegen und den Rand leicht buttern. Füllt den Teig ein und backt diesen Biskuit 18 bis 25 Minuten.
Biskuit jetzt in drei Böden teilen. Dazu wünsche ich noch mehr Glück.
Mein Ergebnis war abenteuerlich, um es charmant auszudrücken.

Für die Orangen-Füllung:
Die Orangen auspressen. Die Speisestärke mit einer kleinen Menge Orangensaft cremig rühren. Die Zitronen auspressen und den Zitronensaft mit dem restlichen Orangensaft erhitzen. Gebt dann die Butter und den Zucker hinzu. Angerührte Speisestärke einrühren. Lasst das Ganze kurz aufkochen.
Erkalten lassen. Dazu ab und zu umrühren. Ich habe die Masse rausgestellt ins Freie.
Schlagt nun die Sahne. Sahnesteif nicht vergessen.

Jetzt wird’s interessant! – Jetzt geht’s ans Schichten!

Fangt mit einem dunklen Biskuit an, der den Boden bildet. Bestreicht diesen mit drei bis vier Esslöffeln Orangencreme. Verstreicht darauf zwei Esslöffel Sahne. Nun folgt ein heller Biskuit. Und darauf kommen wieder vier Esslöffel Orangencreme, gefolgt von zwei Esslöffeln Sahne. Dann legt Ihr wieder einen dunklen Biskuit auf …. und so weiter.

Den Deckel bildet der letzte dunkle Biskuit.
Jetzt noch den Rand glattstreichen:

Im Rezept stand, dass der Rand mit übriggebliebener Sahne glattgestrichen werden soll. Habe ich gemacht. Kann ich nicht empfehlen. Denn diese Sahneschicht am Rand kollidiert später mit der heißen Schokolade und das führte bei mir stellenweise zu einem marmorierten Ergebnis. Auch wieder charmant ausgedrückt.

Die Kuvertüre hacken.

Die gehackte Kuvertüre mit dem Kokosöl im Wasserbad schmelzen.

Stellt den Kuchen auf einen Untergrund, der sich transportieren lässt. Als ich die abgekühlte, fertige Torte auf eine Kuchenplatte stellen und schneiden wollte, dazu also transportieren, ‚umbetten‘ musste, riss das herrliche ‚Schokokleid‘ an einigen Stellen.

Lasst die flüssige Schokolade vom Zentrum des Deckels aus über die Torte laufen. Verstreicht den Schokoguss am Rand, bis die ‚Verkleidung‘ vollständig deckt.

Wenn Ihr noch Lust und noch ein paar hübsche Deko-Zuckergussteile im Vorratsschrank habt, dann dekoriert nach Herzenslust. Wenn nicht, Orangenzesten sehen auch hübsch aus als Deko. Oder einfach etwas Puderzucker.

Ab in den Kühlschrank.

EIGENTLICH sollte der Kuchen über Nacht im Kühlschrank RUHEN. Aber darauf konnte ich als Leckermäulchen nicht warten. …

SEHR, SEHR, SEHR lecker! Sehr fein! Sehr fruchtig! Einfach toll. Schmeckt wie vom Konditor. Und vergessen ist die längere Zeit in der Küche …

Verwöhnt Euch mit dieser Torte. Verwöhnt Eure Familie! Und vielleicht denkt Ihr auch wieder an Nachbarn und Freunde!

🎄 Vorweihnachtliche Grüße aus der Probierküche in der GANDIVA YOGA-Lounge.

Happy Genießen!
Eure Ute

*Quelle Rezept: Landlust, Ausgabe 6/21, Seite 70, Schoko-Orangen-Torte