Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 18. Dezember: Was wünsche ich mir für das kommende Jahr?

Die Rauhnächte stehen vor der Tür!

Ich habe im Rahmen dieses GANDIVA YOGA-Adventskalenders bisher in jedem Jahr über die Rauhnächte geschrieben. Und auf besonderen Wunsch nehme ich das Thema gerne wieder auf, dieses Mal praxisorientierter.

Rauhnächte, auch Losnächte (von Los, losen -> vorhersagen) genannt, damit sind die 12 Nächte zwischen dem Heiligen Abend und den Heiligen Drei Königen gemeint. Eine magische Zeit. Eine Zeit, in der die Tore zwischen dem Diesseits und dem Jenseits offen sein sollen. Eine Zeit des Insichgehens, der Vertreibung, der Auflösung, der inneren Reinigung, des Neubeginns und des sich BeSINNens. Eine Zeit, in der wir aufgrund von Zeichen darauf schliessen können sollen, wie das Neue Jahr wird. Die Rauhnächte tragen, so sagt man, das ganze folgende Jahr in sich. Jede Nacht steht für einen Monat des Jahres. Die erste Rauhnacht ist die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember und steht für den Januar.

An diesen 12 Tagen wurde früher nicht gearbeitet, es wurde gefeiert und das Familienleben in den Mittelpunkt gestellt. Wer in dieser Zeit eine Tür knallt(te), muss(te) mit Blitz und Donner rechnen. Wer weisse Wäsche raushängt, den kann der Tod eines Angehörigen treffen (weisse Wäsche -> Leichentuch). Und wer sich die Haare in diesen Tagen schneiden lässt, den werden im neuen Jahr Kopfschmerzen plagen.

Vom 05. auf den 06. Januar gab es tosende Maskenumzüge, Felder wurden mit Weihwasser besprüht und seit dem Mittelalter heisst die Antwort des Christentums auf die Rauhnächte Sternsinger.

Wer diese Rauhnächte mit der entsprechenden inneren Haltung begeht, sich einlässt auf diese Zeit, kann über Träume, Meditationen, Eingebungen, Ideen und Begegnungen Lösungen zu aktuellen Situationen, Herausforderungen erhalten.

Wenn jede Nacht für einen ganzen Monat steht und Träume, Begegnungen, Gedanken (z.B. in der Meditation) so weitreichend sind, dann macht es Sinn, aufzuschreiben, was uns auffällt, was uns beschäftigt. Und am Ende eines jeden Monats – und am Ende des Jahres – lesen wir, was uns in der jeweiligen Nacht umgetrieben hat und können vergleichen mit dem, was dann wirklich in dem Monat passiert ist.

Also: Kladde und Stift auf den Nachttisch legen! Notiert jede Besonderheit!

Raunächte1
Foto: Ute Schwartz

Wer gerne meditiert oder jetzt damit beginnen möchte, richtet Euch einen Platz im Haus ein und nutzt die Rauhnächte.

Zündet in jeder Rauhnacht für diese jeweilige Nacht eine Kerze oder ein Teelicht an. Lasst die Kerze oder das Teelicht in dieser Nacht (sicher!) ausbrennen.

Im Internet wird das Thema Rauhnächte teilweise sehr kommerziell ausgenutzt. Es gibt „Anbieter“, die eine Begleitung für die Rauhnächte anbieten. In Form von eMails werden täglich Rituale, Meditationsanleitungen u.a.m. verschickt. Ich habe einen Heiler gefunden, der für diese Online-Begleitung „nur“ 🙂 99,– € nimmt.

Wenn Euch das Thema Rauhnächte auch so anspricht wie mich, lest kritisch im Internet und fangt mit kleinen Ritualen wie den hier beschriebenen an. Und wenn die Faszination bleibt, vertieft Euer Wissen mit Fachbüchern und besucht bei seriösen Anbietern Workshops zum Thema.

Ich habe in den letzten Jahren viel über die Rauhnächte gelesen und ein Ritual hat mir besonders gefallen:
Nehmt 13 leere Zettel.
Schreibt auf jeden Zettel einen Wunsch für 2018.
Legt alle Zettel zusammengefaltet in eine Dose, in ein Glas, in eine Schatulle.
Zieht in jeder Nacht einen Zettel, lest ihn und verbrennt ihn dann im Freien in einer feuerfesten Schale.
Durch das Verbrennen geht der Wunsch in die Atmosphäre. Ihr gebt diesen Wunsch an eine höhere Instanz ab.
Beobachtet, WIE der Zettel mit dem Wunsch verbrennt. Schnell, langsam, ….. .
Am Ende der Rauhnächte habt Ihr einen Zettel übrig. Die Erfüllung dieses Wunsches liegt in EURER Hand und Verantwortung.

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Foto: Ute Schwartz

In der Rauhnacht vom 05. auf den 06. Januar geht es darum Altes, Belastendes, Überflüssiges gehen zu lassen. Als Zeichen, dass Altes gehen kann und soll, öffnet Ihr die Fenster, lüftet großzügig.
Räuchern ist in jeder Rauhnacht möglich und sinnvoll, aber in dieser Nacht besonders.
Vielleicht räumt Ihr am 05. Januar den Kleiderschrank auf und „mistet“ aus. 🙂
Die Bedeutung dieser Nacht soll auch dafür stehen, dass am 06. Januar die Weihnachtsdeko wieder abgebaut, der Weihnachtsbaum abgeschmückt und aus dem Haus entsorgt werden soll.

Und wer sich jetzt noch schnell mit 100% natürlichen Räucherstäbchen eindecken – und nicht mehr über’s Internet bestellen – möchte,  schaut hier:
Räucherwaren
           Foto: Ute Schwartz – Produkte von soultime by Ute Schwartz, Räucherwaren erhältlich
in der GANDIVA YOGA-Lounge

BeSINNliche Tage! – BeSINNliche Vorweihnachtszeit!
Eure Ute