Der GANDIVA YOGA-Adventskalender am 22. Dezember: Nasendusche/Jala Neti

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JalaNeti
                                                 Foto: Ute Schwartz

Über die Bedeutung des Nasenkännchens für Körper & Geist habe ich schon mehrfach geschrieben. Wenn Ihr darüber nochmal nachlesen möchtet, geht bitte über meine Kategorie Gesundheit.

Ich bin immer wieder über das Feedback meiner Yoga-Schüler begeistert. Ob bei Stress, Erkältung oder Einschlafstörungen, das Nasenkännchen hilft schnell. 

Wir haben in den letzten Wochen doch einige Male vor und nach den YOGA-Kursen über das Nasenkännchen gesprochen.

Wenn Partner, Kinder oder Kollegen erkältet sind, praktiziert Jala Neti und Ihr habt die beste Prophylaxe, die es gibt. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Ich war vor einigen Monaten zwei Wochen Tag und Nacht mit einem grippekranken Familienmitglied zusammen. Durch die konsequente Anwendung des Nasenkännchens (anfangs 2 x täglich, nach einer Woche nur noch 1 x täglich) bin ich verschont geblieben.

Wie das funktioniert?:
Ohne funktionierende Nasenschleimhaut wären wir wahrscheinlich dauerkrank. Unsere Nasenschleimhaut ist ein nicht zu unterschätzender Teil unseres Immunsystems. Eine der drei Gewebeschichten unserer Nasenschleimhaut hat unzählige Flimmerhärchen. Diese sind von Nasensekret umhüllt. Atmen wir Krankheitserreger ein, bleiben diese an dem Nasensekret hängen. Die Flimmerhärchen sind ständig in Bewegung und transportieren so Fremdkörper in Richtung Rachen. Entweder entledigen wir uns dieser durch Husten oder Niesen oder schlucken diese. Beim Schlucken sorgt die Magensäure für das Unschädlichmachen.

Ist unsere Nasenschleimhaut jedoch ausgetrocknet – durch Heizungsluft im Winter zum Beispiel – können sich die Flimmerhärchen nicht mehr bewegen. Sie sitzen fest. Und damit ist der Weg für Krankheitserreger frei. Die Nase ist mit Nebenhöhlen verbunden, auch mit den Ohren. Selbst wenn wir schon Schnupfen haben, können wir durch das Nasenkännchen verhindern, dass wir eine Nebenhöhlenentzündung bekommen oder Ohren-, wie Halsschmerzen.

Das Nasenkännchen macht also prophylaktisch Sinn UND wenn wir schon erkältet sind.

Bei unseren Gesprächen hier in der YOGA-Lounge sind einige Fragen immer wieder aufgetaucht. Daher nochmal die Infos an alle:

1. Porzellan oder Plastik?
Ich plädiere immer für ein Porzellankännchen. Es ist hygienischer. Es ist besser zu reinigen. Salz greift Kunststoff an. Wenn Ihr bei Eurer Plastiknasendusche bleiben möchtet, bitte spätestens alle zwei Jahre erneuern!!!!

2. Welches Salz und warum?
Wichtig ist reines Salz, also ohne Zusätze wie Jod, Fluorid, Trennmittel, Rieselhilfen. Einfaches Küchen-Kochsalz ist nicht rein. Auch Meersalz enthält eine Menge Begleitstoffe sowie einen hohen Jodgehalt. Könnte bei Schilddrüsenerkrankungen problematisch werden.

3. Wieviel Salz?
Optimal ist eine 0,9%-ige (= isotonische) Lösung. Das heisst, auf 500 ml abgekochtes Wasser kommen 4,5 Gramm Salz. Teure Salze wie die von Emser haben keinen Mehrwert! Portionsbeutelchen sind praktisch, klar, aber was für eine Müllmenge. …..

4. Hilft das Nasenkännchen auch bei Problemen durch Klimaanlagen in Hotels oder im Flieger?
Ja! Klimaanlagen sind wahre Bazillenschleudern. Zudem trocknen sie die Nasenschleimhaut noch zusätzlich aus. Damit sind Krankheitserregern Tür und Tor in und durch unseren Körper geöffnet.

Ich bin ein überzeugter Nasenkännchennutzer! Macht Eure Erfahrungen! Und lasst mich teilhaben. 🙂

Kommt gesund durch den Winter!

Herzensgrüße.
Eure Ute